Oberbürgermeister-Wahl in Stuttgart Fritz Kuhn tritt für die Grünen an

Nun hat Fritz Kuhn die parteiinternen Hürden genommen: Der Grünen-Politiker wird bei der Wahl zum Oberbürgermeister von Stuttgart antreten. Während der Mitgliederversammlung gab es nur eine Gegenstimme.

Grünen-Politiker Fritz Kuhn: Kandidat für die Wahl zum Oberbürgermeister Stuttgarts
dapd

Grünen-Politiker Fritz Kuhn: Kandidat für die Wahl zum Oberbürgermeister Stuttgarts


Stuttgart - Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Fritz Kuhn geht in das Rennen um den Posten des Oberbürgermeisters von Stuttgart. Die Mitgliederversammlung der Grünen nominierte den 56-Jährigen am Donnerstag bei nur einer Gegenstimme - Kuhn war der einzige Kandidat, er erhielt 148 der 151 abgegebenen Stimmen.

In seiner Bewerbungsrede kündigte der frühere Vorsitzenden der Grünen-Bundestagsfraktion an, in Stuttgart auf Nachhaltigkeit, Ökologie, soziale Gerechtigkeit und kulturelle Entwicklung zu setzen. Zudem wolle er der Bahn beim Bau des Tiefbahnhofs hartnäckig auf die Finger schauen und das Projekt jeden Tag kritisch begleiten. "Ich kandidiere als OB in Stuttgart und nicht als Pressesprecher der Landesregierung", sagte Kuhn.

Er will sich dabei mit aller Kraft auf die baden-württembergische Hauptstadt konzentrieren und hat deshalb seinen Posten als Vizechef der Bundestagsfraktion aufgeben. Zu seiner Nachfolgerin wurde Ende Februar Kerstin Andreae gewählt.

Der neue Stuttgarter Oberbürgermeister wird am 7. Oktober gewählt. Amtsinhaber Wolfgang Schuster (CDU) kandidiert nicht mehr für eine dritte Amtszeit. Die Landeshauptstadt gilt als Grünen-Hochburg: Die Partei bildet die stärkste Fraktion im Stadtparlament, auch die Landesregierung wird von den Grünen geführt.

Die CDU bestimmt ihren Kandidaten am Samstag. Zur Wahl stehen der parteilose Werbeprofi Sebastian Turner sowie der ehemalige Landessozialminister Andreas Renner. SPD und FDP haben sich noch nicht festgelegt. Eventuell wollen auch die Gegner des Bahnprojekts Stuttgart 21 einen Kandidaten ins Rennen schicken.

Kuhn stammt aus Bad Mergentheim, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Von 1984 bis 1988 war er Abgeordneter des Landtags in Baden-Württemberg und Fraktionsvorsitzender der Grünen. Von 2000 bis 2002 war Kuhn Bundesvorsitzender der Grünen. Er gilt als Wirtschafts- und Finanzexperte seiner Partei.

aar/dpa/AFP/dapd



insgesamt 2 Beiträge
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nomadas 16.03.2012
1. After Rezzo
Fritz Kuhn kann es schaffen, was Herrn Schlauch damals nicht gelang. Doch, man stelle sich vor: Kuhn&Kretsch bauen S21 - Das ist wie der erste schwarze Schimmel auf der Welt. Und es zeigt ganz deutlich das Dilemma der GRÜNEN als Partei. Sie sind Bürgerliche geworden, okay, Edel-Bürgerliche! Wozu braucht man sie eigentlich noch, wenn sie das Gleiche tun, was Mappus und seine Kumpels auch getan hätten? Wozu das Tam Tam mit Heiner Geißler? Wozu der Machtwechsel? Ist es einfach nur chic geworden, edelgrün zu wählen? Die DB und der Ex-Daimler-Vorstand Grube können sich schon mal freuen, denn alles läuft auch mit Grün wie gewünscht. Man wird in der Villa Reitzenstein und im Stuttgarter Rathaus, eben die Cola ersetzen durch Bionade.
rainer_daeschler 16.03.2012
2.
Zitat von nomadasFritz Kuhn kann es schaffen, was Herrn Schlauch damals nicht gelang. Doch, man stelle sich vor: Kuhn&Kretsch bauen S21 - Das ist wie der erste schwarze Schimmel auf der Welt. Und es zeigt ganz deutlich das Dilemma der GRÜNEN als Partei. Sie sind Bürgerliche geworden, okay, Edel-Bürgerliche! Wozu braucht man sie eigentlich noch, wenn sie das Gleiche tun, was Mappus und seine Kumpels auch getan hätten? Wozu das Tam Tam mit Heiner Geißler? Wozu der Machtwechsel? Ist es einfach nur chic geworden, edelgrün zu wählen? Die DB und der Ex-Daimler-Vorstand Grube können sich schon mal freuen, denn alles läuft auch mit Grün wie gewünscht. Man wird in der Villa Reitzenstein und im Stuttgarter Rathaus, eben die Cola ersetzen durch Bionade.
Zukünftig die FDP ersetzen, die kurz vor der Schließung wegen Betriebsaufgabe ist?
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