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Grüne Spitzenkandidaten: Göring-Eckardt nimmt Trittin in Pädophilie-Debatte in Schutz

Spitzenkandidaten Göring-Eckardt und Trittin: "Unvorstellbare Geschichte" Zur Großansicht
DPA

Spitzenkandidaten Göring-Eckardt und Trittin: "Unvorstellbare Geschichte"

Jürgen Trittin soll vor mehr als 30 Jahren die Forderungen pädophiler Aktivisten unterstützt haben. Seine Co-Spitzenkandidatin Göring-Eckardt stellt sich nun vor den Grünen: Trittin habe nicht gewusst, dass er das entsprechende Programm presserechtlich verantwortete.

Berlin - In der Pädophilie-Debatte um die Vergangenheit der Grünen hat Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt ihren Mitstreiter Jürgen Trittin in Schutz genommen. Dem Co-Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl sei seinerzeit nicht bewusst gewesen, dass er 1981 als Verantwortlicher für die Veröffentlichung eines Kommunalwahlprogramms aufgeführt gewesen sei, sagte Göring-Eckardt am Montag im ZDF-"Morgenmagazin".

Der Politikwissenschaftler Franz Walter, der im Auftrag der Grünen die Verstrickungen der Partei mit pädophilen Aktivisten Anfang der achtziger Jahre erforscht, hat am Montag in der Tageszeitung "taz" beschrieben, dass Trittin 1981 unter dem Kommunalwahlprogramm der Alternativen-Grünen-Initiativen-Liste (AGIL) in Göttingen als eines von fünf Mitgliedern der Schlussredaktion geführt wurde. Nur hinter Trittins Namen stand laut Walter das Kürzel V.i.S.d.P.: "Verantwortlich im Sinne des Presserechts".

In dem Programm sprach sich die AGIL dem Forscher zufolge für eine strafrechtliche Freistellung von Sex zwischen Kindern und Erwachsenen aus, der ohne Anwendung und Androhung von Gewalt zustande kam. Dabei ging es offenbar um die Strafrechtsparagrafen 174 und 176.

"Alles muss aufgearbeitet werden"

Grünen-Spitzenkandidat Trittin räumte den Vorgang gegenüber der "taz" ein: "Franz Walter beschreibt die Sachlage zutreffend." Trittin war damals Student und Göttinger Stadtratskandidat.

Göring-Eckardt sagte, die damalige Diskussion sei für sie "nach wie vor eine unvorstellbare Geschichte". Sie sei sehr froh darüber, dass die Grünen mit dieser Phase inzwischen abgeschlossen hätten. Inzwischen verhalte sich die Partei bei der Frage von Gewalt gegen Kindern und Kindesmissbrauch "wirklich ein-eindeutig".

Parteichef Cem Özdemir sagte, die Veröffentlichung zeige, dass die Grünen mit der Bitte an Walter den richtigen Schritt getan hätten. "Wir wollten ja jemanden, der absolut unabhängig ist." Özdemir: "Er macht es so, dass er keine Rücksicht nimmt, auch nicht auf einen Wahltag. Das ist richtig so", sagte er. "Alles muss aufgearbeitet werden." Das gelte auch über die Grünen hinaus.

Der Parteienforscher Walter hat von den Grünen einen Forschungsauftrag im Volumen von 209.000 Euro erhalten, um die pädophile Vergangenheit der Partei aufzuarbeiten. Walter und sein Team vom Göttinger Institut für Demokratieforschung arbeiten seit Monaten an diesem Thema. Zuletzt stießen der SPIEGEL und andere Medien auch auf die Verstrickung der FDP mit Pädophilen und ähnliche Probleme des Kinderschutzbunds.

syd/AFP/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 293 Beiträge
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1. Es ist doch wurst
pacificwanderer 16.09.2013
ob er es presserechtlich oder in seinem Gewissen zu verantworten hatte. Die Gruenen waren auf Stimmenfang (wie jetzt) und ihnen war (und ist) dabei alles recht was nuetzt.
2.
OskarVernon 16.09.2013
Zitat von sysopDPAJürgen Trittin soll vor mehr als 30 Jahren die Forderungen pädophiler Aktivisten unterstützt haben. Seine Co-Spitzenkandidatin Göring-Eckardt stellt sich nun vor den Grünen: Trittin habe nicht gewusst, dass er das entsprechende Programm presserechtlich verantwortete. Grüne: Göring-Eckardt nimmt Trittin in Pädophilie-Debatte in Schutz - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruene-goering-eckardt-nimmt-trittin-in-paedophilie-debatte-in-schutz-a-922463.html)
Bei aller gegenseitigen Abneigung: Respekt, Herr Özdemir! :-)
3. CSU fordert Rücktritt von Trittin
bartsimpsen 16.09.2013
Ein Frommer Wunsch Bevor J. Trittin zurücktritt, dreht sich die Erde eher in die entgegengesetzte Richtung. Noch erschreckender ist die Stellungnahme des Deutschen Kinderschutzbundes. Denn dort wird weder Ross und Reiter genannt, als würde es die GRÜNE-Partei nicht geben. Deutscher Kinderschutzbund - Aktuelles (http://www.dksb.de/Content/shownews.aspx?news=188) - Unglaublich!
4.
meging 16.09.2013
Zitat von sysopDPAJürgen Trittin soll vor mehr als 30 Jahren die Forderungen pädophiler Aktivisten unterstützt haben. Seine Co-Spitzenkandidatin Göring-Eckardt stellt sich nun vor den Grünen: Trittin habe nicht gewusst, dass er das entsprechende Programm presserechtlich verantwortete. Grüne: Göring-Eckardt nimmt Trittin in Pädophilie-Debatte in Schutz - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruene-goering-eckardt-nimmt-trittin-in-paedophilie-debatte-in-schutz-a-922463.html)
Man sollte halt mal einen Blick in das werfen, was man abnickt. Wie beim ESM halt ;)
5. Frau Göring-Eckart, setzen Sie nicht Ihre Galubwürdigkeit auf's Spiel !
guentherprien, 16.09.2013
Danke !
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