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Reaktion auf Wahldebakel: Komplette Grünen-Spitze bietet Rücktritt an

Führungsfiguren der Grünen: "Neuanfang nach der Bundestagswahl" Zur Großansicht
AP/dpa

Führungsfiguren der Grünen: "Neuanfang nach der Bundestagswahl"

Die Wahlniederlage der Grünen hat personelle Konsequenzen. Die Parteichefs Roth und Özdemir haben vorgeschlagen, dass der sechsköpfige Vorstand geschlossen zurücktritt. Im Herbst soll ein Parteitag eine neue Spitze wählen. Özdemir will erneut kandidieren.

Berlin - Die Grünen-Spitze will nach der Wahlniederlage vom Sonntag den Weg für einen Neuanfang freimachen. Der gesamte Vorstand biete eine personelle "Neuaufstellung" an, sagte Parteichefin Claudia Roth nach Beratungen der Grünen-Spitzengremien am Montag in Berlin.

Dem Vorstand gehören neben Roth und Cem Özdemir auch Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke, Schatzmeister Benedikt Mayer sowie Malte Spitz und Astrid Rothe-Beinlich an. Aus formellen Gründen wäre ohnehin eine Neuaufstellung des Vorstands nötig. Laut Parteisatzung dürfen in dem Gremium nur zwei Mandatsträger sitzen, nach dem Ergebnis der Bundestagswahl haben jedoch vier der sechs Vorstandsmitglieder einen Abgeordnetenposten.

Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen soll ein Parteitag im November einen neuen Vorstand wählen. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour, Vertrauter von Parteichef Cem Özdemir, geht davon aus, dass Özdemir Vorsitzender bleibt. "Ich gehe davon aus, dass er auf dem Parteitag wieder kandidiert", sagte Nouripour SPIEGEL ONLINE.

Auch der 16-köpfige Parteirat, in dem auch die Spitzenkandidaten Katrin Göring-Eckardt und Jürgen Trittin sowie Fraktionschefin Renate Künast sitzen, will zurücktreten. Göring-Eckardt und Trittin ließen offen, ob sie im November erneut für das Präsidium kandidieren wollen.

Beck gibt Amt als Parlamentarischer Geschäftsführer auf

Seit Bekanntgabe des schwachen Abschneidens wuchs innerparteilich die Kritik am Bundestagswahlkampf der Grünen. Die Partei verlor im Vergleich zu 2009 2,3 Prozentpunkte und holte nur 8,4 Prozent der Stimmen.

Eine erste personelle Konsequenz zog Volker Beck am Montag. "Ich sehe meine Perspektiven in der Fachpolitik", sagte er am Morgen. Und: "Das Ergebnis verlangt nach Veränderung." Beck war am Freitag nach einem SPIEGEL-Bericht in der Pädophilie-Debatte erneut unter Druck geraten.

Wahlergebnisse

syd/flo/dpa/Reuters

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1. Die
forumgehts? 23.09.2013
Zitat von sysopAFPDie Wahlniederlage der Grünen hat personelle Konsequenzen. Die Parteichefs Roth und Özdemir haben vorgeschlagen, dass der sechsköpfige Vorstand geschlossen zurücktritt. Im Herbst soll ein Parteitag eine neue Spitze wählen. Offen ist, ob Roth und Özdemir erneut antreten. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruene-roth-und-oezdemir-bieten-ruecktritt-aus-dem-bundesvorstand-an-a-923926.html
haben doch alle Schiss, mit dem Merkelmonster Koalitionsverhandlungen führen zu müssen! :))
2. Richtig!
gifmemore 23.09.2013
Das Wahldesaster zeigt ja - dass die Strategie falsch war. NAtürlich ist es richtig zu sagen, was man will und wie man es finanzieren will. Merkels Wahlkampf hat ja aber gezeigt, dass es besser ist Verbesserungen anzukündigen ohne irgendwie zu erwähnen, wie man es finanzieren soll. Ich glaube es gibt keinen Fall, indem das Wort Steuererhöhung einen Wahlerfolg gebracht hat. Offenbar halten sich die meisten Menschen in Deutschland für Besserverdiener - das sollten die Grünen berücksichtigen. Beim nächsten Mal einfach irgendwelche Floskeln veröffentlichen und den Menschen keine Angst mit Neuerungen machen... die kann man dann später noch immer umsetzen. So wie Merkel in den nächsten Wochen die Horrorentscheidungen treffen wird und die Steuern erhöhen wird.... denn das hat man in 4 Jahren wieder vergessen.
3. Warum?
kallemd 23.09.2013
Kann ich Trittin in diesem Zusammenhang nicht finden?
4. Was wetten, dass uns
warkeinnickmehrfrei 23.09.2013
Frau Roth und Herr Trittin auch fürdehin verfolgen werden ?
5. Kritik am Bundestagswahlkampf?
klakutsch 23.09.2013
Wie wäre es mal mit Kritik an der politischen Gesamtausrichtung, liebe Grüne?
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