Grünen-Politiker Maskierter attackiert Trittin mit Farbtorte

Schreck für Jürgen Trittin: Der Grünen-Vorsitzende wurde in Hannover Opfer eines Farbanschlags. Bei einem Podiumsgespräch bewarf eine maskierte Person den Politiker mit einer mit Farbe gefüllten Torte. Trittin brach die Veranstaltung ab - auch aus Ärger über eine Diskussionspartnerin.

Grünen-Politiker Trittin: "Körperliche Gewalt kann keine Basis einer Diskussion sein"
dapd

Grünen-Politiker Trittin: "Körperliche Gewalt kann keine Basis einer Diskussion sein"


Hannover - Attacke auf Jürgen Trittin: Der Grünen-Bundesfraktionsvorsitzende ist am Mittwochabend in Hannover von einem Maskierten mit einer mit heller Farbe gefüllten Torte beworfen worden.

Trittin stand auf der zentralen Bühne der Theaterinszenierung "Freie Republik Wendland" auf dem Ballhofplatz, wo gerade eine Podiumsdiskussion zum Thema "Ideale versus Realpolitik" begonnen hatte, als er angegriffen wurde.

Der Maskierte flüchtete nach der Tat und blieb zunächst unerkannt. Als Trittins Diskussionspartnerin, die selbst ernannte Vollzeitaktivistin Hanna Poddig, es ablehnte, sich von dem Farbanschlag zu distanzieren, brach der Grünen-Politiker die Diskussion ab und verließ die Bühne.

"Körperliche Gewalt kann keine Basis einer Diskussion sein und ich kann mit niemandem diskutieren, der körperliche Gewalt gegen mich gut findet", sagte Trittin vor seinem Abgang.

Die Polizei Hannover ermittelt wegen versuchter Körperverletzung und sucht Zeugen, die Hinweise zu dem in weiß gekleideten Täter im Alter zwischen 17 und 25 Jahren geben können.

Mit dem zehntägigen Projekt "Freie Republik Wendland" will das Schauspiel Hannover an die gleichnamige Protestaktion aus dem Jahr 1980 bei Gorleben erinnern. Dazu wurde ein Hüttendorf aus Holz, Pappe und Stroh errichtet. Dabei soll vor allem der Austausch zwischen der Jugend und der Generation der Gorleben-Gegner im Vordergrund stehen.

jok/APD/dpa



insgesamt 1854 Beiträge
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semir, 09.07.2010
1.
Zitat von sysopDie Grünen steuern in Umfragen auf die 20-Prozent-Marke zu, in NRW regieren sie wieder mit - und träumen in Berlin schon vom Regierenden Bürgermeister-Posten. Ist das gerechtfertigt?
Die mit den Regierenden unzufriedene Bevölkerung sucht nach Erlösung und denkt das diese bei den Grünen zu finden ist.Nur wird dabei vergessen das diese Schröders Politik mitgetragen haben. Es ist also nicht gerechtfertigt, sondern ein typisches suchen der Schafherde nach dem Messias.
henningr 09.07.2010
2.
Zitat von sysopDie Grünen steuern in Umfragen auf die 20-Prozent-Marke zu, in NRW regieren sie wieder mit - und träumen in Berlin schon vom Regierenden Bürgermeister-Posten. Ist das gerechtfertigt?
Eine Umfallerpartei, die wegen der Machtoption teils ihre Gründungsideale opferte und im Fall der Fälle für Union als neuer Partner bereit stehen wird.
querulant_99 09.07.2010
3. Reine Verzweiflung
Zitat von sysopDie Grünen steuern in Umfragen auf die 20-Prozent-Marke zu, in NRW regieren sie wieder mit - und träumen in Berlin schon vom Regierenden Bürgermeister-Posten. Ist das gerechtfertigt?
Nein, das sieht für mich eher aus wie eine Verzweiflungstat derjenigen, die von der CDU und SPD vergrault wurden. Die Linke ist für viele aus unterschiedlichen Gründen auch nicht wählbar. Die FDP hat sich selbst ins Abseits manövriert. Sehr groß ist die Auswahl dann nicht mehr. Und die Splitterparteien kennt man ja auch nur, weil deren Plakate alle 4 Jahre am Straßenrand stehen.
Robert B., 09.07.2010
4. Mmh ja, der Titel.
Zitat von sysopDie Grünen steuern in Umfragen auf die 20-Prozent-Marke zu, in NRW regieren sie wieder mit - und träumen in Berlin schon vom Regierenden Bürgermeister-Posten. Ist das gerechtfertigt?
Ich staune immer wieder über die Prozentzahlen der Grünen. Und frage mich gleichzeitig, wer wählt die? In meinem Umfeld niemand. Bei dem Unfug den sie zusammen mit der SPD verzapft haben eh nicht. CDU und FDP sind ja nun auch nicht der Brüller. Aber eine Partei mit diesen Vorzeigevorsitzenden?? Es gibt also noch genug Masochisten.
Pinarello, 09.07.2010
5.
Zitat von querulant_99Nein, das sieht für mich eher aus wie eine Verzweiflungstat derjenigen, die von der CDU und SPD vergrault wurden. Die Linke ist für viele aus unterschiedlichen Gründen auch nicht wählbar. Die FDP hat sich selbst ins Abseits manövriert. Sehr groß ist die Auswahl dann nicht mehr. Und die Splitterparteien kennt man ja auch nur, weil deren Plakate alle 4 Jahre am Straßenrand stehen.
Joop, sehe ich auch so, die Grünen werden derzeit wohl als das kleinste aller politischen Übel angesehen, hier in Bayern ist ja selbst die CSU nicht mehr wählbar, seit Horst Kasperlhofer mit seinem Söder die Partei anführt bzw. in den Untergang führt. Allerdings, wenn ich dann wie vor einigen Tagen die aufgedonnerte Claudia Roth im Fernsehen anhören muß, dann wird mir ebenfalls richtig übel.
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