E-Mails und Goldshop-Kunden Erneuter Hackerangriff auf AfD-Daten

Die AfD hat ein massives Hacker-Problem: Erneut sind interne Daten der Partei geklaut und im Internet veröffentlicht worden. Offenbar steckt wieder die Gruppe Austria Anonymous dahinter.

AfD-Parteitag in Ingolstadt: Wieder Daten geklaut
DPA

AfD-Parteitag in Ingolstadt: Wieder Daten geklaut


Hamburg - Die AfD ist erneut Ziel eines Hackerangriffs geworden. Ein Unbekannter habe sich Zugriff auf E-Mails verschafft und die Daten einer zweistelligen Zahl von Goldshop-Käufern im Internet veröffentlicht, sagte Parteisprecher Christian Lüth. "Es saß jemand auf dem Server, der E-Mails mitlesen konnte. Wir gehen davon aus, dass das politisch motiviert war."

Die rechtskonservative Partei will mit dem Verkauf von Goldbarren und -münzen ihre Parteifinanzen sanieren und hofft, zwei Millionen Euro zu erlösen. "Der Server wird derzeit von Sicherheitsbeamten überprüft", sagte der Sprecher. Unklar ist bislang, ob der oder die Hacker von außen eindrangen oder ob ein Maulwurf in der AfD aktiv wurde. "Das ist noch nicht abschließend geklärt", sagte der Sprecher.

Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" soll es sich bei den Hackern um die Gruppe Austria Anonymous handeln, sie soll Tausende E-Mails geklaut haben. Diese Gruppe hatte bereits in der Vergangenheit sensible Daten der Partei erbeutet, so etwa Kontodaten und Adressen einzelner Mitglieder. Auch ein Twitter-Account der Partei war jüngst gehackt worden.

Lüth sagte nun, die AfD habe nach dem erneuten Angriff ihren Server abgeschaltet und die Polizei eingeschaltet. Seitdem seien keine Daten mehr veröffentlicht worden. Die Seiten mit den Kundendaten sind nach AfD-Angaben inzwischen auch nicht mehr online.

Nach den letzten Hacks hatte die Partei angekündigt, die Angriffe in Zukunft abwehren zu wollen. Dafür wurde ein Team von externen Informatikfachleuten und Sicherheitsexperten engagiert. Dieses sollte mögliche Lücken im System und die Identität der Hacker feststellen, hieß es. Offenbar hatten sie nur wenig Erfolg.

bka/dpa



insgesamt 32 Beiträge
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Seite 1
isegrim der erste 21.10.2014
1. Zeitverschwendung
In einigen Jahren wird sich niemand mehr an diese Partei erinnern, die schon bald in der Bedeutungslosigkeit verschwinden wird. Warum jetzt noch die Aufmerksamkeit auf solche Kreise lenken? Bitte mehr Gelassenheit.
langsam_reicht's 21.10.2014
2. Na wie ist das so?
Wenn man von der Regierung beschnüffelt wird und die Rechte untergraben werden? "Austria Anonymous" da lachen ja die Hühner ^^ Würde mal direkt im eigenen Stall anfangen die Ratten zu suchen!
20099 21.10.2014
3.
Zitat von isegrim der ersteIn einigen Jahren wird sich niemand mehr an diese Partei erinnern, die schon bald in der Bedeutungslosigkeit verschwinden wird. Warum jetzt noch die Aufmerksamkeit auf solche Kreise lenken? Bitte mehr Gelassenheit.
Na, da warten Sie mal die Bürgerschaftswahlen im Februar15 in Hamburg ab!
Vielfaltiger 21.10.2014
4.
Zitat von isegrim der ersteIn einigen Jahren wird sich niemand mehr an diese Partei erinnern, die schon bald in der Bedeutungslosigkeit verschwinden wird. Warum jetzt noch die Aufmerksamkeit auf solche Kreise lenken? Bitte mehr Gelassenheit.
Das begründen Sie mit? Kommen Sie jetzt nicht mit anderen gescheiterten Parteien. Die GRÜNEN sind z.B. nicht gescheitert.
guilty 21.10.2014
5. was
Zitat von 20099Na, da warten Sie mal die Bürgerschaftswahlen im Februar15 in Hamburg ab!
an dem satzteil"in einigen jahren" haben sie jetzt nicht verstanden?
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