Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Hacker-Angriff auf den Bundestag: Generalbundesanwalt übernimmt Ermittlungen

Von und

Die Cyberattacke auf das Datennetz des deutschen Parlaments wird zum Fall für die Karlsruher Bundesanwaltschaft. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE ermittelt die Behörde jetzt wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit.

Bundestag: Bundesanwaltschaft greift ein Zur Großansicht
DPA

Bundestag: Bundesanwaltschaft greift ein

Knapp acht Monate nach Bekanntwerden der bislang schwersten Cyberattacke auf das Datennetz des deutschen Bundestags hat Generalbundesanwalt Peter Frank die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE führt die zur Bekämpfung von Spionagedelikten zuständige Fachabteilung der Bundesanwaltschaft bereits seit Mitte Januar ein entsprechendes Strafverfahren gegen unbekannt - wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit.

Die Urheber des Hacker-Angriffs, bei dem mehrere Gigabyte teils vertraulicher Daten abgezweigt wurden, vermuteten deutsche Sicherheitsbehörden schon länger in Russland.

Ob den Fahndern inzwischen konkrete Spuren zu staatlichen Stellen - etwa einem Geheimdienst - vorliegen, wollte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft auf Anfrage nicht sagen.

Die Cyberattacke auf das interne Parlamentsnetz "Parlakom" gilt als der bislang schwerste Datenangriff auf den Bundestag. Die unbekannten Täter gingen dabei offenbar höchst professionell vor, sie sollen sogar in den Hauptserver des Parlamentsnetzes eingedrungen sein. Zu ihrer elektronischen Beute sollen umfangreiche E-Mail-Daten von Abgeordneten gehören.

Diesen Artikel...

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




SPIEGEL.TV
Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: