Flüchtlinge in Halberstadt Jugendliche bewerfen Helfer des Roten Kreuzes mit Steinen

Jugendliche haben in Halberstadt eine Notunterkunft für Flüchtlinge angegriffen: Sie bewarfen DRK-Helfer mit Steinen, einer traf eine Mitarbeiterin im Gesicht.

Polizei am Zelt des DRK in Halberstadt: Attacke "wie aus dem Nichts"
DPA

Polizei am Zelt des DRK in Halberstadt: Attacke "wie aus dem Nichts"


Sechs Jugendliche haben in der Nacht zum Sonntag an einer Flüchtlingsunterkunft in Halberstadt Steine auf Helfer des Deutschen Roten Kreuzes geworfen. Dabei wurde eine 20-jährige Helferin an der Wange getroffen und leicht verletzt, teilte die Polizei mit. Zudem sei mehrfach "Ausländer raus" skandiert worden.

Die junge Frau sagte dem MDR, die Steine seien "wie aus dem Nichts" geflogen gekommen. Die Angreifer hätten verfassungsfeindliche Parolen gerufen, berichtete sie weiter.

Das DRK hatte Zelte neben einer Sporthalle aufgebaut, in der Asylsuchende untergebracht sind. Eines der Zelte dient zur Essensausgabe für die Flüchtlinge, das andere als Aufenthaltsraum für die DRK-Helfer.

Die Polizei konnte noch vor Ort einen 15-jährigen mutmaßlichen Steinewerfer fassen. Fünf weitere Verdächtige im Alter von 16 bis 20 Jahren wurden bei einer Fahndung im Umkreis festgenommen. Die Polizei leitete Verfahren wegen Volksverhetzung und gefährlicher Körperverletzung ein.

In den vergangenen Monaten hatte es in Deutschland wiederholt Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte gegeben. Erst in der Nacht zum Samstag war in einem geplanten und in der Garage eines belegten Asylbewerberheims Feuer ausgebrochen, die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Justizminister Heiko Maas verurteilte die Angriffe. "Jeder Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft und ein Angriff auf uns alle", erklärte er auf Twitter. "Es reicht!"

sun/dpa/AFP

Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 78 Beiträge
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JetztMeinSenf 19.07.2015
1.
Ein Tag ohne übergriffe auf Flüchtlinge scheint für einige meiner Mitmenschen ein Verlorener zu sein.
kappesstepp 19.07.2015
2. Das Problem mit diesem
nationalen Pöbel ist, dass er sich sicher fühlt. Ältere erinnern sich in diesem Zusammenhang an einen guten Satz des seligen Franz-Josef Strauß (sicher, er meinte damals andere, schon klar, aber jetzt gilt dieser Satz eindeutig in die andere Richtung): "Der Rechtsstaat muss Zähne bekommen, und er muss zubeißen lernen".
wille17 19.07.2015
3. Unappetitliches Haberstadt
Am besten einen grossen Bogen um diese rechte Hochburg machen?.
sickandinsane 19.07.2015
4. Unglaublich...
aber sollte diesen Jugendlichen etwas passieren schreien sie schnell nach Sanitätern. Wie sie es wohl finden würden wenn die Sanitäter dann mit Steinen auf sie werfen würden... Bin fassungslos über so ein Verhalten.
artis 19.07.2015
5. ich verstehe nicht, warum die Politik nicht
handelt. Das sind doch Verbrecher die so etwas machen. Schickt die doch mal für ein Jahr dahin, wo die Flüchtlinge herkommen. Das ist doch feige bis zum geht nicht mehr. Nur ich schätze, die Politiker haben Angst Stimmen zu verlieren. Deutschland ist ganz schön runter gekommen, befristete Arbeitsverträge, Armut, Hartz4 und Arbeit wo das Sozialamt noch aufstockt, dagegen müssen die Deutschen etwas tun damit alle eine gesicherte Existenz haben, dann hört auch der meiste Hass auf.
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