Wahl am Sonntag Umfrage sieht SPD in Hamburg bei 47 Prozent

Der Vorsprung wächst. Kurz vor der Wahl in Hamburg liegt die SPD laut der jüngsten Umfrage 30 Prozentpunkte vor der Union. Um die absolute Mehrheit muss Bürgermeister Scholz dennoch bangen.

Wahlposter für die SPD: Am Sonntag die absolute Mehrheit?
DPA

Wahlposter für die SPD: Am Sonntag die absolute Mehrheit?


Hamburg - Am Sonntag wählen knapp 1,3 Millionen Hamburger eine neue Bürgerschaft - und für die regierende SPD sieht es laut einer aktuellen Umfrage nach einem klaren Sieg aus. Nach einem am Donnerstagabend veröffentlichten ZDF-Politbarometer kommt die Partei von Regierungschef Olaf Scholz aktuell auf 47 Prozent - ein Plus von zwei Punkten im Vergleich zum Politbarometer vor einer Woche.

Offen ist trotzdem, ob die SPD ihre absolute Mehrheit verteidigen kann. Das hängt vom Abschneiden von FDP und AfD ab.

Die CDU verliert nochmals zwei Punkte und landet nur noch bei 17 Prozent. Zum Vergleich: 2011 waren die Christdemokraten noch auf 21,9 Prozent gekommen - allerdings schon damals ein historisch schlechtes Ergebnis.

Die Grünen, möglicher Koalitionspartner für Scholz, erreichen in der aktuellen Umfrage 12 Prozent (plus 1), die Linke kommt auf 8,5 Prozent (minus 1). Nach derzeitigem Stand könnte die FDP den Sprung in die Bürgerschaft meistern, liegt unverändert bei 6 Prozent. Die AfD muss mit ebenfalls unveränderten 5 Prozent um den Einzug in das Landesparlament zittern.

Eine große Unbekannte bleibt, trotz aller Zahlenspiele: Gut 40 Prozent sind nach der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen noch unsicher, ob und wen sie am Sonntag wählen wollen.

Mehr als 70 Prozent wollen Scholz

Von der Schlussphase des Wahlkampfs kann laut "Politbarometer" offensichtlich Scholz profitieren: Bei der Frage, wen man lieber als Regierungschef hätte, sprechen sich inzwischen 72 Prozent (plus 6) für Amtsinhaber Scholz aus und nur 12 Prozent (minus 3) für CDU-Herausforderer Dietrich Wersich.

Deutlich besser sieht es für die Union auf Bundesebene aus. Im in der Nacht zum Freitag veröffentlichten Deutschlandtrend der ARD legte die Merkel-Partei im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 42 Prozent zu. Die AfD gewann ebenfalls einen Punkt auf nun 7 Prozent. Die Sozialdemokraten (24 Prozent) und die Linke (8 Prozent) verlieren jeweils einen Punkt. Die Grünen kommen auf 10 Prozent, für die FDP würde es nur zu 3 Prozent reichen. Eine Forsa-Umfrage in dieser Woche hatte dagegen nach langer Zeit für die FDP erstmals bundesweit wieder die Fünfprozentmarke ausgewiesen.


Daten zur Hamburg-Umfrage:

Stichprobe der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen: 1113 Wahlberechtigte telefonisch befragt

Zeitraum: 11. und 12. Februar

Fehlerbereich: beträgt bei einem Parteianteil von 40% rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Parteianteil von 10% rund +/- zwei Prozentpunkte


Daten zum Deutschlandtrend:

Stickprobe von Infratest dimap: 1023 Bundesbürger

Zeitraum: 10. bis 11. Februar

jok/dpa/Reuters



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insgesamt 73 Beiträge
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Seite 1
ricson 13.02.2015
1.
Es ist schön zu sehen das dank der AfD Rot/Grün deutschlandweit wieder auf dem Vormarsch ist.
HejAlterHastMalnEuro 13.02.2015
2. Spökenkiekerei
Vor einer Woche noch hieß es, 50% der Wähler hätten sich noch nicht entschieden, was ich kaum glauben konnte. Am Sonntag gibts Butter bei die Fisch.
mirage122 13.02.2015
3. Guten Morgen SPON,
Ihr werdet es schon hin kriegen, dass Katja Suding mit kurzem Röckchen und Plakatierung nach Heidi-Klum-Manier sowie Foto-Sessions mit Kung-Fu-Gehabe der Sprung in die Bürgerschaft gelingt. Alle meine diesbezüglichen Postings wurden bisher nicht veröffentlicht. Danke! Je suis Charly! Wir haben einen wunderbaren Bürgermeister, den behaltenm wir sowieso. Dafür brauchen wir keine Katja Suding!
Kurt2.1 13.02.2015
4.
SPD wählen. Sie braucht die absolute Mehrheit. Die Politik der GAL ist nur von Pöstchen geleitet, alles andere ist ihnen egal. Sie hat während ihrer Regierungszeit mit der CDU nicht eine Sozialwohnung neu gebaut und macht jetzt Scholz Vorwürfe, weil er nicht genug (2000 im letzten Jahr) gebaut hätte. Ausserdem hat Frau Hajduk von der GAL für Moorburg unterschrieben, was ich zwar für richtig halte, nur wussten sie das selbst vor der letzten Wahl, taten aber so, als könnten sie Moorburg verhindern. Eine Koaliton mit der "Linkspartei" schließt sich aus. Da Frau Hayenn das weiss, macht sie so unsinnige Äußerungen wie, Olaf Scholz als Architekten der Agenda 2010 hinzustellen und eine Koalition auszuschließen, weil er sich dafür noch nicht entschuldigt hätte. Vielleicht gibt es für Frau Hayenn und Gefolge noch irgendwo ein paar Kitaplätze. FDP muss gar nicht sein. Es bleibt nur die absolute Mehrheit.
donadoni 13.02.2015
5. Am langweiligen und biederen Scholz....
...kann diese Hausse, soweit sie überhaupt stimmt, nicht liegen. Es wird vermutlich eine Anti-Merkel-Wahl. Die Bürger haben es satt mit Euro-Rettungen, Ukraine-Verbrüderung, Irak-Einmischung und mit der Araberinvasion nach Deutschland. All diese Punkt verbindet man eben mit Merkel und nicht mit Gabriel, und die wird am kommenden Sonntag abgestraft. Wenn sich diese Politik nicht ändert, werden weitere Wahlabstrafungen folgen.
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