Sozialbezüge Hartz-IV-Regelsatz soll steigen

Hartz-IV-Empfänger werden nach Informationen der "Bild"-Zeitung mehr Geld bekommen. Die Bundesregierung plant offenbar, den Regelsatz zum Jahreswechsel um acht Euro anzuheben.

Agentur für Arbeit: Regierung will Sozialleistungen anheben
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Agentur für Arbeit: Regierung will Sozialleistungen anheben


Berlin - Um acht Euro soll der Hartz-IV-Regelsatz zum Jahreswechsel steigen. Das plant die Bundesregierung nach Informationen der "Bild"-Zeitung. Demnach soll der Regelsatz von derzeit 391 Euro auf 399 Euro pro Monat angehoben werden. Der Satz für Kinder von Hartz-IV-Empfängern (0 bis 6 Jahre) werde um 5 auf 234 Euro angepasst, berichtete das Blatt unter Berufung auf Regierungskreise.

Das Bundeskabinett wolle die Erhöhung am 17. September offiziell beschließen. Am 10. Oktober soll laut "Bild"-Zeitung der Bundesrat grünes Licht geben.

Die Regelsätze für Langzeitarbeitslose und ihre Familien werden seit 2012 jeweils zu Jahresbeginn angepasst. Die Geldleistungen werden entsprechend der Entwicklung von Löhnen und Preisen im Verhältnis 70 zu 30 fortgeschrieben.

Zuletzt war Hartz IV zum 1. Januar 2014 erhöht worden. Damals stieg der Regelsatz für Alleinstehende von 382 auf 391 Euro.

isa/dpa

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insgesamt 143 Beiträge
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Manitou-01@gmx.de 06.09.2014
1.
Wenn man den Regelsatz ehrlich neu berechnen würde, wäre es eine Nachricht. Die reine "Inflationsanpassung", die hinter den tatsächlichen Preisanstiegen für den Grundbedarf deutlich zurückbleibt, ist eine Schande.
nenntmichismael 06.09.2014
2. Anrechnungsgrenze erhöhen?
Besser wäre es, wenn bei ALG-II-Aufstockern, die arbeiten, weniger von ihrem Lohn mit dem ALG-II-Geld verrechnet wird. Dann bleibt vielleicht auch was von dem Mindestlohn bei ihnen hängen. Bis jetzt freuen sich nur Arbeitsagentur und Kommunen über den Mindestlohn.
biberzahn 06.09.2014
3. Das ist doch ein Witz acht Euro dafür streiche sie jetzt bei den Heizkosten
Das ist doch ein Witz acht Euro dafür streichen sie jetzt bei den Heizkosten. Da wird nur noch gezahlt was "angemessen" ist und die Stromkosten die man ja aus dem Regelsatz zahlen muß sind auch exorbitant gestigen. Die meisten merken erst das man davon nicht Leben kann, wenn es zu spät ist. Das sind Leitungen für die man eingezahlt hat Schröder, Fischer und die Gewerkschaften haben das zerstört wofür Generationen von Arbeitern gekämpft haben, dann haben SPD und Grüne für ihre "Visionen" gekämpft. Man darf nicht vergessen das war früher mal Arbeitslosengeld, von dem man Leben konnte und man mußte nicht erst sein gespartes aufbrauchen oder das Einkommen des Freundes oder Freundin würden angerechnet. SPD und Grüne haben das durchgesetzt und die Gewerkschaften haben mitgemacht.
wotanmller 06.09.2014
4. Sinnlos für den Bezieher.
Das zusätzliche Geld wird der Hartz4 bezieher gleich wieder in die immer weiter gestiegene,und steigende Energiepreise,wie Lebensmittelpreise investieren können. Unter dem Strich ist was die Preisanstiege betrifft, also keine Finazielle Verbesserung gegeben für die Armen, eher noch ein minus trotz der Erhöhung.
thanks-top-info 06.09.2014
5. natürlich steigt er...
das bekommen die einen von der Politik als Geschenk präsentiert. Alle anderen wissen, das es Inflation gibt, und wird nicht regelmäßig angeglichen, so sinken Bezüge und Renten quasi unbemerkt. Schade das das im Artikel des ehemals links gestelltem Spiegel nicht ausgewiesen wird
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