Rechtsextreme Krawalle Polizei ermittelt in 46 Fällen in Heidenau

Tagelang hatten Neonazis in Heidenau vor einer Flüchtlingsunterkunft randaliert, Dutzende Polizisten wurden verletzt. Nun drohen den Krawallmachern rechtliche Konsequenzen.

Polizisten in Heidenau: Mehr als 30 Ordnungshüter wurden verletzt
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Polizisten in Heidenau: Mehr als 30 Ordnungshüter wurden verletzt


Nach den fremdenfeindlichen Krawallen rund um eine Flüchtlingsunterkunft in Heidenau bei Dresden hat die Polizei 46 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das geht aus einer Antwort des sächsischen Innenministers Markus Ulbig (CDU) auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten André Schollbach (Linke) hervor. Unter anderem wurden neun Verfahren wegen Körperverletzung und fünf wegen Verstößen gegen das Waffen- und das Sprengstoffgesetz eröffnet.

In der Kleinstadt Heidenau hatten Rechtsextreme im August vor einer Flüchtlingsunterkunft randaliert. Bei den gewalttätigen Ausschreitungen wurden mehr als 30 Polizisten verletzt. Sie waren mit Böllern und Steinen beworfen worden. Zahlreiche Politiker, darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, hatten anschließend das Flüchtlingsheim besucht und die rechte Gewalt verurteilt.

Der sächsische Linken-Abgeordnete André Schollbach forderte eine zügige Strafverfolgung. In Sachsen dürfe es "keine rechtsfreien Räume geben". "Bekommen die Täter von Heidenau nicht bald die Konsequenzen ihres strafbaren Handelns zu spüren, besteht die Gefahr, dass sie dies als Ermutigung zu erneuten Ausschreitungen verstehen könnten", erklärte der Linkspolitiker.

asc/dpa/AFP

Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 26 Beiträge
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singpat 22.09.2015
1. Ermittlungsverfahren?
Keine Sorge, Kameraden. Euch passiert schon nichts. Ihr seid in Sachsen. Aber, eigentlich ist es egal, in diesem Land herrscht fuer Rechtsradikale sowieso augenzwinkernde Narrenfreiheit.
steinbock8 22.09.2015
2. Heidenau
Schon wieder eine scheinverantstaltung erst hat die Polizei gewähren lassen dann hat der Innenminister heruntergespielt und für die obersten Theaterplätze wird jetzt agiert eine Nonsensverantstaltung ist zu erwarten leider werden wieder Steuergelder verpulvert es kommt absolut nichts dabei heraus
xysvenxy 22.09.2015
3. Sinnvoller...
...wäre es meiner Meinung nach gewesen, diese Leute gleich in Gewahrsam zu nehmen - statt sie erstmal 2 Tage gewähren zu lassen
doc ument 22.09.2015
4. Kein Paragraph 125 oder 125a?
Ich finde es erstaunlich, dass im Zusammenhang mit den Ausschreitungen in Heidenau im obigen Bericht nicht der Begriff Landfriedensbruch fällt. Was genau ist denn dann Landfriedensbruch? Oder liege ich hier ganz falsch?
kaltwasser 22.09.2015
5. Verständlich,
dass der Wunsch nach Verfolgung von der Linken kommt. Beim Verfolgen kennen diese sich schließlich bestens aus.
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