Heidenau bei Dresden Rechte Demonstranten blockieren Flüchtlingsunterkunft

In Heidenau haben Dutzende Teilnehmer einer NPD-Demo die Zufahrt zu einem ehemaligen Baumarkt blockiert, in dem etwa 250 Flüchtlinge untergebracht werden sollten.

Rechte Demonstranten in Heidenau: "Volksverräter"
DPA

Rechte Demonstranten in Heidenau: "Volksverräter"


Etwa tausend Menschen haben in Heidenau bei Dresden gegen die Aufnahme von Asylbewerbern demonstriert. Nach Angaben der "Sächsischen Zeitung" skandierten sie vor dem Haus des Bürgermeisters Jürgen Opitz (CDU) "Volksverräter". Im Anschluss an die von der rechtsextremen NPD organisierte Kundgebung blockierten Dutzende Teilnehmer am Freitagabend die Bundesstraße 172 vor einem früheren Baumarkt, in dem in der Nacht zum Samstag etwa 250 Flüchtlinge untergebracht werden sollten. Aus ihren Reihen flogen Böller.

Als die Polizei die Blockade am Abend auflöste, setzte sie nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa Reizgas ein.

Schon an den vorangegangenen Abenden hatte es in dem Ort Demonstrationen gegen die Unterbringung der Flüchtlinge gegeben. Nach Angaben der Landespolizei soll auf dem Gelände der Unterkunft ein Wachdienst für die Sicherheit der Asylbewerber sorgen. Außerhalb des Geländes werde das Terrain von der Polizei überwacht. Sachsen sucht derzeit wie andere Bundesländer händeringend nach Unterkunftsmöglichkeiten für Asylsuchende.

mka/dpa



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