Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Altkanzler Kohl über EU-Nobelpreis: "Ich bin stolz"

"Eine kluge und weitsichtige Entscheidung": Altbundeskanzler Helmut Kohl hat sich über die Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU geäußert. Er sprach von einer "Bestätigung für das Friedensprojekt Europa" - auf die alle Europäer stolz sein könnten.

Altkanzler Kohl (im September 2012): "haben heute allen Grund, stolz zu sein" Zur Großansicht
Getty Images

Altkanzler Kohl (im September 2012): "haben heute allen Grund, stolz zu sein"

Berlin - Er hat maßgeblich geholfen, die Europäische Union (EU) in ihrer heutigen Ausprägung zu formen. Nun hat Altbundeskanzler Helmut Kohl die Ehrung der EU mit dem Friedensnobelpreis als "klug und weitsichtig" begrüßt. "Ich freue mich sehr über diese Entscheidung", erklärte der 82-Jährige am Freitag in einer schriftlichen Stellungnahme seines Büros.

Die Entscheidung des Nobelkomitees nannte er "vor allem eine Bestätigung für das Friedensprojekt Europa". Zudem sei die Ehrung "eine Ermutigung für uns alle, auf dem Weg des geeinten Europa weiter voranzugehen". Kohl endete mit den Worten: "Als Europäer haben wir heute allen Grund, stolz zu sein. Ich bin es."

Kohl war von 1982 bis 1998 Bundeskanzler und in dieser Zeit zusammen mit dem französischen Präsidenten François Mitterrand maßgeblich an der Integration der europäischen Staaten beteiligt. Er verhandelte für Deutschland unter anderem den Maastricht-Vertrag aus, der die Gründung der Währungsunion besiegelte.

jok/Reuters

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 46 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. optional
laberbacke08/15 12.10.2012
Das Beste an der Entscheidung den Friedens-Nobelpreis an die EU zu geben ist doch, dass jetzt die ganzen CDUler nicht mehr fordern koennen Helmut Kohl den Preis fuer sein Werk "fuer Europa" zu geben und uns damit erspart bleibt das diesem Luegner und Gauner der Preis ueberreicht wird. Auch wenn man ihn -so wie in diesem Artikel- veruscht als den massgeblichen Initiator der EU hinzustellen
2. Möchte nicht wissen wie er früher über die friedensliebende Jugend gedacht hat....
voltaire 12.10.2012
Für Frieden haben alle aufgeklärten freien Demokratien in Europa gesorgt, das wäre auch ohne die EU so passiert. Die internationale Pop-Musik der 60iger Jahre u.a. der Beatles, John Lennon, die vielen jungendlichen Kriegsdienstverweigerer damals, usw. Die moderne und mutige Jugend hat damals schon mit Sicherheit mehr für eine Friedensbewusstsein weltweit in vielen Ländern geschaffen, als die EU. (Einige Politiker haben damals nur über die friedensbewusste Jugend gelacht) Nur einen dummen Hinterwäldler, der vor allem nationale Schlager u. banalste Volksmusik gehört hat, hätte man noch in einen Krieg gegen gegen Polen oder Frankreich schicken können (vermutlich, aber doch eher auch unwahrscheinlich!). Also, bitte nicht übertreiben mit Lob für EU... Die aufgeklärte Jugend, deren Reisen, deren Musik und europäische Freundschaften waren ebenso wichtig, wahrscheinlich viel wichtiger...
3. Glückwunsch
limauniform 12.10.2012
Zitat von sysopGetty Images"Eine kluge und weitsichtige Entscheidung": Altbundeskanzler Helmut Kohl hat sich über die Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU geäußert. Er sprach von einer "Bestätigung für das Friedensprojekt Europa" - auf die alle Europäer stolz sein könnten. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/helmut-kohl-ist-stolz-ueber-nobelpreis-fuer-europaeische-union-a-860974.html
Darauf kann er auch stolz sein im Angesicht der politischen Hasenfuesse und Rueckversicherer, die heute die Europa regieren.
4. Ein Mann, ein (Ehren-)Wort ...
martha_rosentreter, 12.10.2012
"Eine kluge und weitsichtige Entscheidung", den Friedensnobelpreis nicht direkt an Kohl zu verleihen, obwohl er selbst sicher schon längere Zeit darauf gehofft hatte. Ein Mann, der sich über das Gesetz stellte, Stichwort "Ehrenwort" und auch sonst keine Skrupel kannte, hat kein Anrecht darauf, diesen Preis persönlich verliehen zu bekommen.
5. Danke
docmed 12.10.2012
einem der Väter Europas dafür, dass in Europa nicht mehr geschossen wird, dass Frankreich zum Erbfreund werden kann und Deutschland trotz seiner Vergangenheit wieder Teil der Völkergemeinschaft werden durfte. Krämerseelen und Geldgeile vergesst niemals, was mit Adenauer, de Gaulle, Schumann, Kohl und Mitterand für die Zukunft unserer leider nur wenigen Kinder begründet wurde: Frieden!
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Fotostrecke
Friedensnobelpreis: Favoriten, Außenseiter, Chancenlose



Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: