Verstorbener Altkanzler Trauerkonvoi führt auch durch Kohls Geburtsstadt

Weitere Details zur Trauerfeier für Helmut Kohl: Der verstorbene Altkanzler soll vor dem Requiem im Speyerer Dom im Sarg durch Ludwigshafen gefahren werden.

Blumen an Kohls Haus in Oggersheim
DPA

Blumen an Kohls Haus in Oggersheim


Ludwigshafen ist bundesweit mit einem Namen verknüpft: Helmut Kohl. Hier wurde der Altkanzler geboren, der am 16. Juni im Alter von 87 Jahren verstarb. Im Stadtteil Oggersheim lebte er jahrzehntelang. Wie nun bekannt wurde, wird der Sarg mit dem Leichnam von Kohl am Samstag auch durch seine Geburtsstadt gefahren. Am Rheinufer wird der Sarg dann auf das Schiff MS Mainz gebracht und ins rund 20 Kilometer entfernte Speyer transportiert, wie das Bundesinnenministerium mitteilte.

In Speyer sind am Samstagabend ein Requiem im Dom (18 Uhr) und die anschließende Beisetzung im Familien- und Freundeskreis auf einem Friedhof in der Nähe geplant. Zutritt zum Dom haben allerdings nur geladene Gäste. Die Öffentlichkeit kann per Videoübertragung auf eine Leinwand teilnehmen. Das Requiem wird aber auch im Fernsehen übertragen.

SPIEGEL BIOGRAFIE 3/2017

Bereits bekannt war, dass die Trauerfeierlichkeiten am Samstagvormittag mit einem europäischen Trauerakt in Straßburg beginnen, dort redet unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Am frühen Nachmittag wird der Sarg per Hubschrauber nach Ludwigshafen gebracht.

Bei der Planung von Trauerzeremonien und Beerdigung hatte es zuletzt mehrfach Irritationen gegeben, unter anderem weil Kohl nicht bei seiner ersten Frau Hannelore im Familiengrab in Ludwigshafen beigesetzt werden soll. Kohls Sohn Walter forderte zudem einen Staatsakt am Brandenburger Tor.

mho/dpa



insgesamt 16 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
ackergold 26.06.2017
1. Ein schwer erträgliches Brimborium
Die Söhne Helmut Kohls sind seine nächsten gesetzlichen Anverwandten, nicht seine Zweitfrau. Nach allem, was bekannt ist, wollte Kohl keinen Staatsakt, weder in Deutschland, noch sonstwo. Kohls Platz ist nach seinem Willen und dem Willen seiner nächsten Anverwandten, an der Seite seiner Ehefrau im Familiengrab zu Ludwigshafen-Oggersheim. Dort sollte man ihn in aller Stille im Kreis seiner ganzen Familie beerdigen. Nur das ist würdig. Egal wer einen Staatsakt für Kohl will, ob die Söhne in Berlin oder die Zweitfrau in Strassburg - es entspricht nachweislich nicht dessen Willen. Das ist meine Meinung zu dieser Angelegenheit und die ist durch das deutsche Grundgesetz gedeckt.
ackergold 26.06.2017
2. Ein schwer erträgliches Brimborium
Die Söhne Helmut Kohls sind seine nächsten gesetzlichen Anverwandten, nicht seine Zweitfrau. Nach allem, was bekannt ist, wollte Kohl keinen Staatsakt, weder in Deutschland, noch sonstwo. Kohls Platz ist nach seinem Willen und dem Willen seiner nächsten Anverwandten, an der Seite seiner Ehefrau im Familiengrab zu Ludwigshafen-Oggersheim. Dort sollte man ihn in aller Stille im Kreis seiner ganzen Familie beerdigen. Nur das ist würdig. Egal wer einen Staatsakt für Kohl will, ob die Söhne in Berlin oder die Zweitfrau in Strassburg - es entspricht nachweislich nicht dessen Willen. Das ist meine Meinung zu dieser Angelegenheit und die ist durch das deutsche Grundgesetz gedeckt.
kyon 26.06.2017
3. Oggersheimer Jahrhundertereignis
Das freut mich aber für die Oggersheimer, dass sie jetzt auch einmal winke-winke machen können wie die Briten, wenn ihre Königin in ihrer Kutsche an ihnen vorbeifährt. Davon wird man noch über die Generationen hinweg sprechen.
lasalette13 26.06.2017
4. Kasperltheater um Kohl's Beerdigung
Genau dies passt aber zu Kohl ! Ihm war das Ansehen und die "politische Unsterblichkeit" wichtiger als seine Familie ! Ihn jetzt als Heiliger hinzustellen ist fehl am Platze ! Nicht vergessen wie er mit seinen Parteifreunden umgegangen ist ! Innenpolitisch hat er versagt. Die Wiedervereinigung hat er nicht ALLEIN vollbracht, das vergessen viele - und er wollte in dei Geschichte eingehen ! Wie sagt man "... die Kirche im Dorf lassen..."
rainer_daeschler 26.06.2017
5. Zweitfrau und zweite Frau
Zitat von ackergoldDie Söhne Helmut Kohls sind seine nächsten gesetzlichen Anverwandten, nicht seine Zweitfrau. Nach allem, was bekannt ist, wollte Kohl keinen Staatsakt, weder in Deutschland, noch sonstwo. Kohls Platz ist nach seinem Willen und dem Willen seiner nächsten Anverwandten, an der Seite seiner Ehefrau im Familiengrab zu Ludwigshafen-Oggersheim. Dort sollte man ihn in aller Stille im Kreis seiner ganzen Familie beerdigen. Nur das ist würdig. Egal wer einen Staatsakt für Kohl will, ob die Söhne in Berlin oder die Zweitfrau in Strassburg - es entspricht nachweislich nicht dessen Willen. Das ist meine Meinung zu dieser Angelegenheit und die ist durch das deutsche Grundgesetz gedeckt.
Helmut Kohl war kein Muslim, sondern Katholik. Er durfte also keine Zweit- , Dritt- oder Viertfrau haben. Was Sie meinen, ist sicher "zweite Frau".
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.