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Ex-Kanzler: Kontroverse um Helmut Schmidts Wehrmachtsakte

War Helmut Schmidt im Zweiten Weltkrieg ein Nazi? Ein neues Buch, das sich auf die Wehrmachtsakte des späteren Kanzlers bezieht, legt nach SPIEGEL-Informationen diese Interpretion nahe. Doch es gibt Widerspruch.

Helmut Schmidt 1940: "Nationalsozialistische Haltung tadelfrei" Zur Großansicht
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Helmut Schmidt 1940: "Nationalsozialistische Haltung tadelfrei"

Hamburg - Vorgesetzte von Helmut Schmidt haben diesem während des Zweiten Weltkriegs bescheinigt, Anhänger des Nationalsozialismus zu sein. In drei Personalbeurteilungen des Luftwaffenoffiziers aus den Jahren 1942 bis 1944 finden sich Formulierungen wie "Nationalsozialistische Haltung tadelfrei" oder "Steht auf dem Boden der nat.soz. Weltanschauung und versteht es, dieses Gedankengut weiterzugeben". (Lesen Sie die ganze Geschichte hier im neuen SPIEGEL.)

Die Beurteilungen stammen aus Helmut Schmidts Wehrmachtsakte im Militärarchiv in Freiburg. Die Autorin Sabine Pamperrien hat die Dokumente mit Erlaubnis des Ex-Kanzlers ausgewertet, ihr Buch "Helmut Schmidt und der Scheißkrieg" erscheint am 8. Dezember im Piper-Verlag. Pamperrien argumentiert aufgrund dieser und anderer Quellen, Schmidt sei zeitweise "von Nazi-Ideologie kontaminiert" gewesen.

Das Militärarchiv sowie führende deutsche Militärhistoriker hingegen bestreiten nach SPIEGEL-Informationen den Aussagewert der Beurteilungen über Schmidt. Bewertungen dieser Art seien vielfach in Personalunterlagen der Wehrmacht zu finden und würden über die wahre politische Einstellung des jeweiligen Soldaten für sich genommen nichts aussagen.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 122 Beiträge
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1.
SchneiderG 30.11.2014
Ja klar, es gab nach dem Krieg keinen mehr der Nazi war. Ob Helmut Schmidt, Günter Grass oder mein Großvater :)
2. Und wenn
aarudzzg 30.11.2014
Wie bescheuert ist das denn. Da wird jemand nach fast 70 Jahren beurteilt. Auf was für Dokumente beruft man sich? Auf Nazi Dokumente. Ich glaube eher das dies Standardfloskeln waren die in jede Beurteilung gehörten. Ich möchte nicht wissen wie vielen Politikern die aus der ehemaligen DDR stammen "ein fester Klassenstandpunkt" in ihren damaligen Beurteilungen attestiert wurde. Hätte in Helmut Schmidt s Beurteilungen gestanden "er steht dem nationalsozialistischen Ideen feindlich gegenüber" wäre seine Uniform gestreift. Solch ein Müll können nur Menschen verzapfen die nie in einem diktatorischen System gelebt haben. Das zum ersten. Zum zweiten bis vor kurzem dürften echte Nazis noch Bundespräsidenten wählen.
3. Was soll's
nickleby 30.11.2014
Wehner war auch Kommunist, wenn nicht sogar Stalinist.Gysi war SED-Mitglied. Was hat der geleistet ? Er war IM, Helmut Schmidt dagegen ein verdienter Kanzler und Versöhner in Europa, während Gysi nur polarisiert. Also , nun aus der Wehrmachtsakte Schmidt für die Bewertung Helmut schmidts etwas herauslesenzu wollen ist politisch pervers
4. Also ich kenne es aus der DDR,
ludna 30.11.2014
da wurde aehnliches auch geschrieben und hatte meist keinen Aussagewert. Man schrieb diese Floskeln um seine Ruhe zu haben und um die Personen keinen Aerger zu bereiten.
5. Verstaendlich und unverstaendlich
labjmh 30.11.2014
Fuer mich ist es verstaenlich, dass der junge Sch. in einer Diktatur gegen Menschenrecht indoktriniert war. Unverstaendlich ist aber , dass der alte Sch in einer Demokratie immer wieder versucht, das Tiananmenmassaker zu rechtfertigen.
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