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Henkel zur AfD-Führung: "Wir müssen die Partei von diesen Elementen säubern"

Wer gewinnt den Machtkampf bei der AfD? Ex-Vorstandsmitglied Hans-Olaf Henkel, ein Vertrauter von Parteichef Lucke, sieht laut SPIEGEL offenbar keine Chancen mehr für einen Kompromiss.

AfD-Mitglied Henkel : "Tausende Mitglieder leiden unter diesen Leuten"  Zur Großansicht
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AfD-Mitglied Henkel: "Tausende Mitglieder leiden unter diesen Leuten"

Am Dienstag will AfD-Chef Bernd Lucke in Straßburg öffentlich machen, unter welchen personellen und inhaltlichen Bedingungen er zu einem Verbleib an der Parteispitze der Eurokritiker bereit ist. Das soll er vor Vertrauten angekündigt haben. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Das frühere Vorstandsmitglied Hans-Olaf Henkel glaubt offenbar nicht mehr an einen Kompromiss im Führungsstreit der Eurokritiker. Er sieht unüberbrückbare Differenzen an der AfD-Parteispitze.

Mit Blick auf die Gruppe um die rechtskonservativen Vorstandsmitglieder Frauke Petry und Alexander Gauland sagte Henkel dem SPIEGEL: "Tausende Mitglieder leiden unter diesen Leuten. Sie sagen: 'Bitte, vertragt euch.' Aber sie begreifen nicht, dass das nicht geht."

Henkel, ein Vertrauter von Lucke, sagte weiter: "Wir müssen die Partei von diesen Elementen säubern."

Von Storch reagiert empört auf Henkel

Die Europaabgeordnete Beatrix von Storch - die mit Henkel und Lucke in der Europagruppe der AfD in Brüssel sitzt - reagierte am Samstag empört auf die Aussagen. Gegenüber SPIEGEL ONLINE erklärte sie, Henkels Forderung, die AfD von Elementen zu säubern, sei schlicht inakzeptabel. "Herr Henkel hat mit diesem Jargon den zulässigen Diskurs verlassen", sagte die Vertreterin des konservativen Flügels in der AfD.

Sie forderte Vorstandssprecher Lucke auf, seine Zusammenarbeit mit Henkel zu beenden. Henkel gebühre aber Dank dafür, dass spätestens jetzt klar sei, dass es bei der ganzen Auseinandersetzung der letzten Zeit gar nicht um einen Flügelstreit gehe, sagte sie. "Es geht um den Versuch, insbesondere Frauke Petry zu stigmatisieren und auszuschalten. Bernd Lucke darf keinen Zweifel daran aufkommen lassen, dass er dabei nicht mitmacht und es also nicht nur um seine persönliche Machtfrage geht", so von Storch.

Die AfD wird derzeit noch von drei gleichberechtigten Vorstandssprechern - Bernd Lucke, Frauke Petry und Konrad Adam - geführt. Auf einem Bundesparteitag Mitte Juni in Kassel soll die Führungsstruktur verschlankt werden. Bis zum Ende des Jahres will die Partei sich zudem ein Programm auf einem weiteren Parteitag geben und nur noch einen Parteivorsitzenden plus Generalsekretär wählen.

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Mitarbeit: Severin Weiland

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insgesamt 139 Beiträge
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1. Aus dem Wörterbuch des Unmenschen
cherrydoc 16.05.2015
Herrn Henkels Wortwahl lässt tief blicken. Besser wäre es, wenn diese ganze antihumanistische Partei verschwinden würde.
2. Aufräumer
stefan taschkent 16.05.2015
"... von diesen Elementen säubern" klingt jetzt aber auch nicht gerade nach liberaler Mitte, Herr Henkel.
3. och
janne2109 16.05.2015
och Herr Henkel, auch wenn Sie recht haben, bitte eine andere Ausdrucksweise. Kehren Sie nicht immer den Herrenmenschen heraus, das macht Sie weiterhin sehr unsympathisch. Das waren Sie leider schon als Sie sich in den Sphären der FDP tummelten.
4. Natürlich hat er recht,
hevopi 16.05.2015
nur die Realisierung ist nicht so einfach. Wie immer bei der Gründung neuer Parteien wollen "Radikale" sich dort profilieren und begreifen nicht, dass eine Partei nur dann eine Zukunft hat, wenn sie in unserer Demokratie auch akzeptiert wird. Herr Henkel und Herr Lucke sind sehr aufgeschlossene Politiker, nicht solche albernen Traumtänzer, aber ob sie es wirklich schaffen, die AfD vor dem Untergang zu retten, bleibt abzuwarten.
5.
freespeech1 16.05.2015
Sicherlich sind einige rechtslastige Trolle bei der AfD ein Sargnagel für die Partei. Aber eine Henkel-AfD ist alleine nicht 5%fähig. Eine FDP 2.0 wird scheitern. Die Linkspartei und die Grünen sind Beispiele dafür, dass Parteien mit rivalisierenden Flügeln sehr gut klar kommen können. Lucke und Henkel müssen den eher wirtschaftsliberalen Teil übernehmen, Petry und Gauland die Bereiche Sicherheit, Zuwanderung, Außenpolitik abdecken. Die AfD im Westen wird anders aufgestellt sein als im Osten. Aber nur gemeinsam werden sie deutlich über 5% etabliert werden.
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