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Eurokritiker: Henkel warnt AfD vor Zusammenarbeit mit Pegida

Europa-Abgeordneter Henkel: Keine Nähe zu Pegida suchen Zur Großansicht
DPA

Europa-Abgeordneter Henkel: Keine Nähe zu Pegida suchen

"Wir sollten uns tunlichst von dieser Bewegung fernhalten": AfD-Vize Hans-Olaf Henkel hält nichts von der Nähe der Eurokritiker zu Pegida. Nach SPIEGEL-Informationen fürchtet er, rechte Ausfälle könnten seiner Partei angelastet werden.

Hamburg - Hans-Olaf Henkel, stellvertretender Sprecher der nationalkonservativen Alternative für Deutschland (AfD), fürchtet nach Informationen des SPIEGEL, dass eine Zusammenarbeit zwischen seiner Partei und den Pegida-Demonstranten der AfD schaden könnte. "Wir sollten uns tunlichst von dieser Bewegung fernhalten", warnt der ehemalige BDI-Präsident Henkel seine Parteikollegen. (Die ganze Geschichte lesen Sie hier im aktuellen SPIEGEL)

Sonst würden alle möglichen rechtspopulistischen Ausfälle einzelner Pegida-Demonstranten auch der AfD angelastet. Mit Blick auf seinen Vorstandskollegen Alexander Gauland sagte Henkel, er könne nicht verstehen, wieso man "extra aus Brandenburg anreisen" müsse, "um diese Truppe zu sehen". Gauland hatte die Märsche, an denen in Dresden zuletzt mehr als 15.000 Menschen teilnahmen, im Interview mit SPIEGEL ONLINE verteidigt. Er habe bei seinem Besuch der Demo keine Rechtsextremisten bemerkt.

Auch abseits des Pegida-Problems kommt die Partei nicht zur Ruhe. Der Machtkampf um die künftige Führungsstruktur der AfD verschärft sich vor dem Parteitag am 30. Januar: Seit die Führung um Bundessprecher Bernd Lucke die Tagesordnung verschickt hat, setzt es Protestbriefe von der Basis.

Mitglieder fürchten, dass das Programm von vier Referaten externer Experten über Steuer- und Sozialpolitik unnötig zersplittert wird. In Protestmails klagen sie über "durchsichtiges Getrickse" wie bei den "Altparteien".

Auf dem Treffen in Bremen will die AfD-Basis entscheiden, ob sie künftig nur von einem Chef geführt wird - das Wunschmodell Luckes - oder ob es weiterhin mehrere Sprecher geben soll. "Der Einladung liegt offensichtlich das Bemühen zugrunde, die Mitglieder von der Teilnahme abzuhalten", wettern mehr als 80 AfDler in einer E-Mail. Ihnen missfällt unter anderem, dass der Parteitag bereits am Freitag beginnt - und dann auch schon Tagesordnungspunkte abgearbeitet werden.

Sie befürchten, dass Lucke ohne lange Debatte die Voraussetzung dafür schaffen will, sich zum alleinigen AfD-Chef aufzuschwingen. Lucke selbst will laut Tagesordnung eine "persönliche Erklärung" abgeben - unter Ausschluss der Medien.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 44 Beiträge
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1. Die AfD
ornitologe 19.12.2014
wird sich wohl bald zur Systempartei mausern und allen, die Hoffnung hatten sie wäre ein Gegenpol zu den Etablierten, eine Abfuhr erteilen. Die Spitze der AfD mit Henkel und Lucke ist doch nur noch am Taktieren. Von Selbstbewusstsein bzw. Linie ist kaum noch etwas erkennbar. Schade AfD ...
2. Falsche Partei, alter Mann
desertking 19.12.2014
Die AfD ist doch längst ein Sammelbecken undemokratischer, hysterischer Rechtsausleger geworden. Oder hat Henkel Angst, mehr Menschen könnten dahinter kommen, dass die von Storchs, Petrys und Gaulands dieser Republik mit Demokratie nur so lange was am Hut haben, wie sie diese für ihre rückwärtsgewandten Ziele ausnutzen können...? Menschenfeindlich, rechtsradikal und weltfremd - da passen AfD und Pegida doch wunderbar zusammen.
3.
pmeierspiegel 19.12.2014
Zitat von ornitologewird sich wohl bald zur Systempartei mausern und allen, die Hoffnung hatten sie wäre ein Gegenpol zu den Etablierten, eine Abfuhr erteilen. Die Spitze der AfD mit Henkel und Lucke ist doch nur noch am Taktieren. Von Selbstbewusstsein bzw. Linie ist kaum noch etwas erkennbar. Schade AfD ...
ich hingegen begrüße es sehr ,denn nur eine seriöse partei ist für weite teile wählbar. ich als politisch mittlerweiler heimatloser (ex-fdp-wähler), wähle keine krawallmacher ala piraten und co. seriöse leute wie lucke und bes. henkel , könnten auf meine stimme zählen, wenn die schrillen leute nach und nach einfluß in der afd verlieren ( wenn nicht , ist die afd geschichte - so wie die piraten . ursprünglich als liberale bürgerreichtspartei gegründet und dann von spinnern aller coleur unterwandert)
4. erfahrener Systemling
malte.b 19.12.2014
Henkel ist m.E. wirklich anzumerken, dass er viel lieber einen hohen Posten bei der CDU bekleiden würde und die AfD für ihn nur Mittel zum Zweck ist.
5. Das Risiko,
ornitologe 19.12.2014
Zitat von pmeierspiegelich hingegen begrüße es sehr ,denn nur eine seriöse partei ist für weite teile wählbar. ich als politisch mittlerweiler heimatloser (ex-fdp-wähler), wähle keine krawallmacher ala piraten und co. seriöse leute wie lucke und bes. henkel , könnten auf meine stimme zählen, wenn die schrillen leute nach und nach einfluß in der afd verlieren ( wenn nicht , ist die afd geschichte - so wie die piraten . ursprünglich als liberale bürgerreichtspartei gegründet und dann von spinnern aller coleur unterwandert)
dass es nicht funktioniert, gehen alle ein, die in diesem Land eine Partei gründen oder gründen wollen. Die AfD hat ja noch Welpenschutz. Nur um das Zünglein an der Waage spielen zu können, brauchen wir aber keine neue Partei.
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