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Messerangriff vor Wahl: Kölner Politikerin Reker ist wieder ansprechbar

Politikerin Reker: Über Wahlerfolg informiert Zur Großansicht
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Politikerin Reker: Über Wahlerfolg informiert

Henriette Reker ist auf dem Weg der Besserung. Auch über ihren Wahlsieg wurde die künftige Kölner Oberbürgermeisterin inzwischen informiert. Wann sie ihr Amt antreten kann, ist jedoch weiterhin unklar.

Der Kölner Politikerin Henriette Reker geht es besser. Drei Tage nach der Messerattacke ist die 58-Jährige aus dem künstlichen Koma erwacht und wieder ansprechbar, teilte die Stadt mit. Die Genesung mache Fortschritte. Mittlerweile sei Reker auch über ihre Wahl zur Kölner Oberbürgermeisterin informiert worden.

"Sie ist gut ansprechbar, kann aber nicht reden. Sie weiß aber, was um sie herum passiert", sagte Stadtsprecher Gregor Timmer bei einer Pressekonferenz. Reker wird in der Kölner Universitätsklinik behandelt, wo sie nach der Messerattacke operiert worden war. Der Heilungsprozess werde "trotz ihrer schweren Verletzung von den behandelnden Ärzten und von der Familie als "erfreulich" und positiv verlaufend beschrieben, teilte die Stadt mit. Reker brauche jetzt Ruhe und Schonung, damit ihre Gesundung ohne Störungen voranschreiten könne.

Die 58-Jährige war am Samstag niedergestochen und schwer verletzt worden. Am Sonntag wurde sie mit mehr als 52,7 Prozent der Stimmen zur neuen Oberbürgermeisterin von Köln gewählt. Der mutmaßliche Täter sitzt wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Wie es in einer Mitteilung des Generalbundesanwalts heißt, wollte der 44-Jährige "ein Zeichen setzen gegen die aus seiner Sicht immer höher werdende Anzahl der von der Bundesrepublik aufgenommenen Flüchtlinge".

Reker war bisher als Sozialdezernentin auch zuständig für die Flüchtlinge in Köln. Sie hatte sich im Wahlkampf wiederholt für die Integration von Asylbewerbern ausgesprochen. Wann sie ihr neues Amt antreten kann, ist nicht abzusehen. Der Wahlausschuss der Stadt wollte am Dienstagabend das amtliche Endergebnis der Oberbürgermeisterwahl feststellen.

Sobald Reker offiziell über ihren Sieg informiert ist, kann sie die Wahl annehmen und ist damit im Amt. Bis dahin übernimmt Stadtdirektor Guido Kahlen vom bisherigen Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) die Führung der Stadtverwaltung. Im Rat und als Repräsentantin der Stadt wird Reker von den vier Bürgermeistern vertreten.

Der Deutsche Landkreistag mahnte unterdessen zu Besonnenheit. Von dem Anschlag auf Reker dürfe keine generelle Gefährdungslage für in der Flüchtlingspolitik engagierte Kommunalpolitiker abgeleitet werden. "Der Angriff von Köln ist zu verurteilen, für einen flächendeckenden generellen Gefährdungsverdacht eignet er sich hingegen nicht", sagte der Hauptgeschäftsführer des Landkreistages, Hans-Günter Henneke.

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brk/dpa

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