Hessen Schwerverletzter nach Brand in Flüchtlingsheim

Bei einem Feuer in einem Flüchtlingsheim im hessischen Heppenheim sind mehrere Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwer. Der Brand war im Eingangsbereich der Unterkunft ausgebrochen, die Ursache ist unklar.


Im hessischen Heppenheim hat in der Nacht eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge gebrannt. Mehr als 60 Menschen aus Eritrea, dem Irak, Somalia, Syrien und anderen Ländern hielten sich zu dem Zeitpunkt in dem dreigeschossigen Wohnhaus auf.

Ein Bewohner, der sich durch einen Sprung aus dem zweiten Stockwerk ins Freie rettete, wurde schwer verletzt; weitere Personen erlitten leichte Rauchgasvergiftungen.

Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen, dennoch ist die Unterkunft unbewohnbar geworden. Die Unterbringung der Bewohner wird derzeit organisiert.

Das Feuer war nach ersten Erkenntnissen hinter der Eingangstür aus bisher unbekannten Gründen ausgebrochen. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Brände in geplanten oder bestehenden Flüchtlingsunterkünften sind in Deutschland seit Wochen an der Tagesordnung, bis dato hatte es dabei aber keine Schwerverletzten gegeben. Zuletzt hatte sich am Donnerstag im nordrhein-westfälischen Witten ein Brandanschlag auf ein geplantes Heim für traumatisierte Asylbewerber ereignet.

In der vergangenen Woche hatten Angreifer einen Brandsatz in eine Unterkunft im niedersächsischen Salzhemmendorf geworfen. Eine Familie aus Simbabwe überlebte unverletzt, weil sie sich zum Tatzeitpunkt im Nebenraum aufhielt.

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Quelle: Amadeu Antonio Stiftung und Pro Asyl / Polizei / eigene Recherchen / dpa
Stand: 7. Januar 2016

syd



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