Kommunalwahl AfD zieht in 20 hessische Kreistage ein

Nahezu flächendeckend ist die AfD nun in Hessen vertreten: Nach der Kommunalwahl treten 183 Abgeordnete in 20 von 21 Kreistagen ihr Amt an. Damit ist die Partei auf dieser Ebene drittstärkste Kraft.


Im Werra-Meißner-Kreis war die Alternative für Deutschland bei den Kommunalwahlen in Hessen nicht angetreten. Ansonsten ist die rechtspopulistische Partei nun in allen Kreistagen vertreten. 183 AfD-Abgeordnete ziehen in 20 von 21 Kreistagen ein. Das teilte das Statistische Landesamt in Wiesbaden mit.

In den fünf neu gewählten Stadtverordnetenversammlungen der kreisfreien Städte ist die AfD mit insgesamt 40 Sitzen vertreten.

Nach dem amtlichen Endergebnis der Wahl am 6. März kommt die AfD auf 11,9 Prozent der Stimmen. Damit ist die Partei auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte drittstärkste Kraft in Hessen nach der CDU mit landesweit 28,9 und der SPD mit 28,5 Prozent der Stimmen. Die Grünen rangieren bei 11,3, die FDP bei 6,4 und Die Linke und Linke Liste bei 4,5 Prozent.

Die Wahlbeteiligung lag bei 48 Prozent.

vek/dpa



Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 18 Beiträge
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mundi 21.03.2016
1. Wo ist das Problem?
Rechtspopulistisch? Dann sind die Republikaner in den USA auch rechtspopulistisch. Vielleicht werden sie sogar den nächsten Präsidenten stellen.
lupo44 21.03.2016
2. nun muss die AfD auch liefern....
es ist davon aus zu gehen das zumindest die Wähler dieser Partei hoffen und wünschen ,dass die AfD zu merken ist und aktiv die Politik demokratisch verändert bzw. Verändert. Das ist der Wählerauftrag.
merkur08 21.03.2016
3. Wenn sich an der Flüchtlingspolitik nichts ändert
und auch sonst die etablierten Parteien meinen sich den Staat Deutschland unter sich aufgeteilt zu haben, dann wird es noch heftiger. Die AfD konnte viele Nichtwähler mobilisieren. Die haben gesehen, dass ihre Stimme doch zählt. Und vor allen Dingen haben sie die Angst bei den etablierten Parteien gesehen. Ich weiß nicht wo 2016 noch gewählt wird. Aber es wird krachen.
colonium 21.03.2016
4. Deja Vu
Als Deutscher mit jüdischen Wurzeln bin ich nach wie vor fassungslos, dass es solch ein Erstarken von Rechtspopulisten in deutschen Parlamenten gibt. Zwar richten sich die Parolen dieser Rechtspopulisten heutzutage ZUNÄCHST meist gegen Muslime, aber es ist eine ähnliche Kakophonie der Stimmen wie in der Weimarer Republik . Das es Rechtspopulisten bis Rechtsradikale in Deutschland gibt ist europäisch nicht selten, aber dass es eine solch große Anzahl "besorgter Bürger" gibt, die ungeachtet der Teils unmenschlichen verbalen entgleisungen gegen Minderheiten aus "Protest" solche Parolen in Kauf nehmen, vor dem Hintergrund der deutschen geschichte, macht betroffen. Ich gebe mich keinen Illusionen hin, wenn ich z.B. Höcke höre. In seinem Weltbild sind nicht nur Muslime minderwertig, sondern auch Juden und andere Minderheiten. Auch in der Weimarer Republik paktierte das Bürgertum mit der NSDAP im Irrglauben diese Hohlköpfe kontrollieren zu können. Ich fürchte die "besorgten Bürger" haben nichts dazugelernt.
walldemort 21.03.2016
5. Schlimm.
Ein Armutszeugnis für die politische Kultur in diesem Land.
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