HoGeSa-Kundgebung Gericht erlaubt Anti-Salafisten-Demo in Hannover

Eine in Hannover geplante Hooligan-Demonstration gegen Salafisten darf doch stattfinden. Das Verwaltungsgericht erlaubte die Kundgebung - erteilte aber auch Auflagen.

HoGeSa-Demo in Köln: Angst vor Gewalt in Hannover
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HoGeSa-Demo in Köln: Angst vor Gewalt in Hannover


Hannover - Das Verwaltungsgericht Hannover hat die geplante Anti-Islamismus-Demonstration in der Landeshauptstadt am kommenden Samstag unter Auflagen erlaubt. Gründe für ein vollständiges Verbot lägen nicht vor, teilte das Gericht am Donnerstag mit. Allerdings dürfen die Demonstranten nicht durch die Stadt ziehen, sondern sich nur an einer Stelle versammeln.

Die Polizei hatte die Demonstration verboten, weil sie Krawalle befürchtete. Bei einer ähnlichen Veranstaltung in Köln hatten vor Kurzem rund 4500 Hooligans und Rechtsextreme die Polizei angegriffen. Es kam zu heftigen Auseinandersetzungen, 49 Polizisten wurden dabei verletzt.

Die Gruppe "Hooligans gegen Salafisten" steht auch als Initiator hinter der Demo in Hannover. Die Organisatoren hatten sich gegen das Verbot in Hannover vor Gericht gewehrt.

Ursprünglich war für den 15. November in Berlin eine Hooligan-Kundgebung mit rund 10.000 Teilnehmern unter dem Motto "Hooligans gegen Salafisten" angemeldet worden. Der Antrag ist nach Behördenangaben aber ungültig. Auch in Hamburg war für dasselbe Datum eine ähnliche Demonstration angemeldet - hier zog aber der Veranstalter die Anmeldung zurück.

In Hannover wird die Demonstration mit großer Sorge erwartet. Polizeipräsident Volker Kluwe rechnete im Falle einer Zulassung bereits mit bis zu 5000 Teilnehmern. Darüber hinaus wurden bislang 18 Gegendemonstrationen angekündigt.

vme/dpa

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