Tod mit 78 Jahren Holocaust-Leugner Ernst Zündel gestorben

Der Richter nannte ihn einen Agitator und Brandredner: Vor zehn Jahren verurteilte ein Gericht den Rechtsextremen Ernst Zündel wegen Volksverhetzung zu einer Gefängnisstrafe. Nun ist er verstorben.

Ernst Zündel
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In seinen Schriften leugnete er die Existenz von Gaskammern und den Massenmord an den Juden. Im Jahr 2007 verurteilte ihn das Landgericht Mannheim dafür zu fünf Jahren Freiheitsstrafe. Nun ist der Holocaust-Leugner Ernst Zündel im Alter von 78 Jahren in Bad Wildbad im Schwarzwald gestorben.

Das bestätigte eine Schwester auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Der Prozess hatte damals bundesweit für Aufsehen gesorgt: Nach Überzeugung der Richter hatte Zündel von Kanada aus im Internet und in einschlägigen Publikationen den millionenfachen Mord an den Juden während der NS-Zeit bestritten.

"Sie sind ein rassistischer Agitator, ein Hetzer und ein Brandstifter", hatte der Richter ihm damals in der Urteilsbegründung vorgeworfen. Zündel musste in Haft - schon zuvor hatte er zwei Jahre in Kanada in Haft gesessen, war dann ausgeliefert worden. Nach seiner Haftstrafe in Deutschland kam er im Jahr 2010 wieder frei.

mho/dpa



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