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Debatte in der CDU: Von der Leyen wirbt für Homo-Ehe

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CDU-Politikerinnen Merkel, von der Leyen: Keine Einigkeit bei der Homo-Ehe Zur Großansicht
REUTERS

CDU-Politikerinnen Merkel, von der Leyen: Keine Einigkeit bei der Homo-Ehe

Ursula von der Leyen spricht sich im CDU-Präsidium für eine weitgehende Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare aus. Damit positioniert sie sich nach SPIEGEL-Informationen gegen Kanzlerin Merkel.

Anderthalb Stunden diskutierte das CDU-Präsidium am vergangenen Montag über die Frage, ob gleichgeschlechtliche Partnerschaften der Ehe künftig gleichgestellt werden sollen. Die Debatte war Teilnehmern zufolge emotional geführt, blieb aber sachlich.

Unter anderem sprach sich nach Informationen des SPIEGEL Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen für eine weitgehende Gleichstellung aus. Zwar müsse man dabei behutsam vorgehen, sagte von der Leyen nach Angaben von Teilnehmern. Man müsse jedoch feststellen, dass sich in der Gesellschaft etwas fundamental geändert habe. Als Beispiel führte von der Leyen ihre eigene Familie an - eine "typische CDU-Familie", wie sie betonte.

Da sei es kein Problem mehr, wenn im größeren Familienkreis zwei Männer oder Frauen eine Lebenspartnerschaft eingingen. "Die alten Tanten haben dann Tränen in den Augen und freuen sich, dass die Neffen und Nichten jemanden gefunden haben."

Unumstritten ist diese Haltung in der CDU nicht. Parteichefin und Kanzlerin Angela Merkel hatte in der Vergangenheit immer wieder klar gemacht, dass sie einem vollständigen Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare ablehnend gegenüberstehe. Sie will erst handeln, wenn das Bundesverfassungsgericht eine Korrektur der bestehenden Rechtslage erzwingt. Mit dieser Haltung versucht Merkel auch, die Traditionsbataillone ihrer Partei bei der Stange zu halten.

Linkes Lager durch Raubkopien entwaffnen?

In einem Grundsatzpapier machen mehrere Bundestagsabgeordnete, die sich zum konservativen "Berliner Kreis" zusammengeschlossen haben, Front gegen eine Gleichstellung. Zwar sei man anderen Lebensvorstellungen gegenüber tolerant, heißt es darin. Aber: "Nur Ehen zwischen Mann und Frau sind auf Reproduktion angelegt. Die Väter und Mütter des Grundgesetzes haben mit Ehe die Gemeinschaft von Mann und Frau gemeint."

In dem Papier üben die Abgeordneten Kritik am Modernisierungskurs in ihrer Partei. "Ist es langfristig richtig, das linke Lager durch Raubkopien zu entwaffnen?", heißt es in dem Papier, das unter Federführung des ehemaligen hessischen CDU-Fraktionschefs Christean Wagner entstanden ist.

Darin verlangen die rund 25 Bundestagsabgeordneten des Kreises, alles daran zu setzen, um bei der nächsten Bundestagswahl "an die AfD verlorene Wähler zurückzuholen". Konkret fordern die Verfasser "eine Einwanderungspolitik, die zuallererst das Interesse unseres Landes beachtet" und eine "Umsetzung der Energiewende, die für den kleinen Mann bezahlbaren Strom bereit hält".

Merkels Satz, wonach der Islam zu Deutschland gehöre, lehnen die Verfasser ab. Stattdessen solle die CDU "ein öffentliches Bekenntnis" abgeben "zu dem christlich-jüdischen Fundament unserer europäischen Kultur".

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 71 Beiträge
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1. hinterwäldlerisches Klein-Klein
Radau 06.06.2015
Die alten Tanten haben dann Tränen in den Augen und freuen sich, dass die Neffen und Nichten jemanden gefunden haben." Nicht nur die alten Tanten haben Tränen in den Augen, zum Glück ist die gesellschaftliche Entwicklung mal wieder den Konservativen der CDU/CSU voraus. Da muss wohl erst Karlsruhe ein "Machtwort " sprechen.
2. Argumente von gestern
Randycalifornia 06.06.2015
Kurz und knapp, ich bin ein Vater mit zwei Kindern und bin glücklich verheiratet mit meiner Frau. Ich kann es nur unterstützen, wenn Paare die sich lieben alle gleiche Rechte bekommen wie ich Sie habe. Wenn ein so konservatives Land wie Irland durch einen Volksentscheid das ok gibt, muss doch jeden klar sein, wie die Mehrheit in Deutschland tickt. Die konstrukte die jetzt versucht werden aufzufahren mit, was bedeutet Familie für uns, ist noch nur ein Nebenkriegsschauplatz um klar und deutlich zu sagen, wir wollen nicht das Schwule und Lesben die gleichen Rechten bekommen! Sind Hetereopaare denn von Natur aus besser? Ganz klar nein, auch hier werden Kinder vernachlässigt und geschlagen. Väter vergewaltigen oder prügeln Ihre Frau, beide Eltern sind Drogenabhängig... Da stellt niemand die Frage ob die Eltern geeignet sind! Das sind natürlich heftige Beispiele, aber wenn ich die Argumente von Kramp-Karrenbauer auf Ihrer Facebook Seite lese, frage ich mich ernsthaft welches Problem die Frau hat und wann kommen mal richtig gute Argumente. Hier ein Auszug Ihrer Facebookseite: In Bezug auf die Volladoption bin ich skeptisch: Zum einen beklagen wir zu recht, dass in Kitas und Grundschulen zu wenige Männer tätig sind. Schließlich sind männliche Bezugspersonen ebenso wichtig, wie weibliche, wenn es um die kindliche Entwicklung geht. Richtigerweise heißt es auf der Homepage der Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig: „…denn im frühkindlichen Bereich fehlen häufig moderne männliche Rollenvorbilder und Bezugspersonen.“ Aber ausgerechnet im familiären Alltag soll dies dann nicht mehr gelten. Solange dieser Widerspruch nicht aufgelöst ist, bin und bleibe ich skeptisch in Bezug auf die Volladoption. Die Ehe schafft einen verbindlichen Rahmen, insbesondere auch im Sinne der Kinder, die daraus erwachsen können. Völlig unbestritten gibt es auch Partnerschaften jenseits der Ehe, in denen Werte gelebt werden und in denen Verantwortung füreinander wahrgenommen wird. Auch sie verdienen rechtlichen Schutz: Deshalb gibt es in Deutschland das Lebenspartnerschaftsgesetz. Wenn man aber ausdrücklich die Ehe für andere Verbindungen als die zwischen Mann und Frau öffnet, z. B. für gleichgeschlechtliche Partner, fällt es immer schwerer, eine gesellschaftliche vertretbare Definition ohne unerwünschte Folgeeffekte zu finden. Bin mal gespannt, ob ich die CDU wieder beim CSD sehe, wo es gegen die Diskriminierung von Homos geht und nicht gegen Ausgrenzung!
3. Gerecht?
jjcamera 06.06.2015
Der Staat fördert die Ehe heterosexueller Paare mit finanziellen Anreizen, um die Geburtenrate hoch zu bekommen. Sollten diese Anreize aber für alle Lebensgemeinschaften gelten, wäre der Sinn dieser Förderung verpufft. Man könnte dann diesen finanziellen Vorteil ganz abschaffen und tatsächlich Gerechtigkeit für alle, auch Nichtverheiratete, herbeiführen. Das wäre wenigstens gerecht.
4. Respekt, liebe Uschi!
tadano 06.06.2015
Es ist schon ein kleines Kunststück sich gegen Angela Merkel zu positionieren. Merkel hat die Positionslosigkeit in ihrer Kanzelschaft derart perfektioniert, das es leichter wäre einen Pudding an die Wand zu nageln als sich in irgend einer Form von ihr abzusetzen.
5. Kann man mal das Problemchen auf Rang 200 setzen ?
herbert 06.06.2015
Deutschland hat satt Probleme und die EU und der Euro fliegt uns um die Ohren. Griechenland macht einen Eiertanz und die Politiker der EU und Berlin gucken saublöd zu. In der Ukraine sieht es nach Krieg aus. Das Flüchtlingsproblem überfordert bisher alles dagewesene. Da kommt nun die Verteidigungsministerin daher, die reichlich Probleme in der Bundeswehr hat und wirbt mal so eben für die Homo Ehe. Hat sie nichts anderes zutun ??? WARUM MACHEN WIR ES NICHT WIE IN IRLAND UND STIMMEN PER VOLKSENTSCHEID AB ? Beim Ein tritt der EU und des Euros durften die Deutschen nicht abstimmen - ein irrer Wahnsinn ! Ehe sich noch weiter Politiker darüber auslassen, lasst das Volk entscheiden !
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