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Termin in Afrika: Bundespräsident Gauck lässt sich von Horst Köhler vertreten

Bundespräsident Gauck (l.), Ex-Präsident Köhler: Aufgabe in Afrika Zur Großansicht
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Bundespräsident Gauck (l.), Ex-Präsident Köhler: Aufgabe in Afrika

Horst Köhler ist wieder im Namen Deutschlands unterwegs: Joachim Gauck hat seinen Vorvorgänger zu einem offiziellen Termin nach Afrika geschickt. Nach SPIEGEL-Informationen war Köhler "stellvertretend für den Bundespräsidenten" in Mali.

Hamburg/Berlin - Horst Köhler gilt als Kenner Afrikas - und ist dort auch wieder offiziell unterwegs. Der frühere Bundespräsident vertritt nach Informationen des SPIEGEL das aktuelle Staatsoberhaupt Joachim Gauck bei Terminen auf dem Kontinent.

Mitte September nahm Köhler, ehemals Chef des Internationalen Währungsfonds, im westafrikanischen Mali an der Amtseinführung des neuen Präsidenten Ibrahim Boubacar Keita teil. Laut einem internen Bundeswehrbericht flog Köhler mit einem Regierungs-Airbus nach Bamako und nahm "stellvertretend für Bundespräsident Joachim Gauck " an der Zeremonie mit mehreren Staatschefs teil.

Mali hatte die Bundesregierung zuvor um die Entsendung eines Repräsentanten gebeten; in Absprache mit dem Präsidialamt wurde daraufhin Köhler als Vertreter Gaucks ausgewählt. In seiner Amtszeit hatte sich Köhler intensiv der Entwicklungspolitik in Afrika gewidmet.

Köhler war im Mai 2010 überraschend zurückgetreten. Zuvor hatte es eine heftige Debatte über seine Äußerungen zur Wahrung deutscher Wirtschaftsinteressen durch militärische Interventionen gegeben, in der Köhler teilweise scharf kritisiert wurde.

Das Bundespräsidialamt weist darauf hin, es sei gängige Praxis, dass sich Verfassungsorgane von früheren Amtsträgern vertreten ließen. So war zum Beispiel die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth als deutsche Vertreterin bei der Amtseinführung des neuen niederländischen Königs Willem-Alexander.

Nachfolger Köhlers wurde 2010 Christian Wulff. Schon damals hatten SPD und Grüne Gauck als Kandidaten aufgestellt, aber eine Mehrheit für ihn verfehlt. Am 17. Februar 2012 trat Wulff zurück. Ab November 2013 muss er sich vor Gericht verantworten. Es geht um den Vorwurf der Vorteilsgewährung und Vorteilsnahme. Es ist das erste Mal, dass ein ehemaliges deutsches Staatsoberhaupt vor Gericht steht.

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insgesamt 206 Beiträge
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1. spinnt der...??
oberleuris 13.10.2013
um bei der Amtseinführung von irgend so einem Heini den Grüßaugust zu machen muß man kein selbsternannter Afrika-Experte sein
2. Amtsverweigerung
nopolemik 13.10.2013
Zitat von sysopDPAHorst Köhler ist wieder im Namen Deutschlands unterwegs: Joachim Gauck hat seinen Vorvorgänger zu einem offiziellen Termin nach Afrika geschickt. Nach SPIEGEL-Informationen war Köhler "stellvertretend für den Bundespräsidenten" in Mali. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/horst-koehler-vertritt-joachim-gauck-bei-terminen-in-afrika-a-927578.html
Köhler hat kein entsprechendes Amt bei der BRD inne. Gauck hätte ebenso seine Grossmutter schicken können. Ist wohl nicht in der Lage, seinen Aufgaben entsprechend nachzukommen der Gauckler.
3. Skandarl ! ! !
Hans_Mustafa_Schimanski 13.10.2013
Gleich Abtreten lassen und den nächsten El-Presidente als Nachfolger aussuchen ! ! !
4. Also,
v.papschke 13.10.2013
das finde ich, ist von Hr. Gauck ganz pragmatisch gelöst worden.
5. Unglaublich
own_brain_user 13.10.2013
Ich wüsste nicht, wo die Verfassung einen Stellvertreter für den Bundespräsidenten vorsieht. Und auch nicht, nach welcher Regelung er seine Repràsentationspflichten nach Gusto delegieren kann. Entweder er kann einen Termin wahrnehmen oder nicht.
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