Seehofer auf dem CSU-Parteitag "Bayern ist das Paradies"

Kurz vor der Abstimmung über seine Wiederwahl als CSU-Chef hat Horst Seehofer natürlich eine positive Bilanz gezogen. "Bayern blüht, Bayern boomt", sagte der Ministerpräsident auf dem Parteitag in Nürnberg.

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Horst Seehofer sieht die CSU mit ihrer künftigen Doppelspitze aus ihm selbst und aus dem designierten Ministerpräsidenten Markus Söder vor einer neuen Ära. Die Aufteilung bedeute eine Trennung der Ämter. "Aber die Aktionseinheit der CSU bleibt", sagte Seehofer am Samstag vor seiner Wiederwahl beim Parteitag in Nürnberg.

Er habe die politische Verantwortung für das schlechte Ergebnis bei der Bundestagswahl übernommen, "auch wenn die Ursache in Berlin lag", sagte er. Dies war ein Seitenhieb auf Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel. Seehofer hatte ihre Flüchtlingspolitik lange Zeit scharf kritisiert.

Seehofer zog jedoch eine positive Bilanz der jahrzehntelangen CSU-Regierung. "Bayern blüht, Bayern boomt", sagte er. "Bayern ist das Paradies, das können wir uneingeschränkt sagen."

Seehofer schlug Söder selbst als Nachfolger im Amt des Regierungschefs vor. "Er kann es und er packt es. Das ist Markus Söder", sagte der Vorsitzende. Die großen Fragen Bayerns seien schon früher zwischen ihm und Söder in großer Einigkeit entschieden worden. Seehofer betonte, er werde bei der Landtagswahl im Herbst nicht erneut für einen Sitz im Landtag kandidieren.

Im Video: CSU-Parteitag: "Zum Streiten machen wir die Haustüre Zu"

SPIEGEL ONLINE

als/dpa



insgesamt 55 Beiträge
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nadennmallos 16.12.2017
1. So falsch liegt der "wendige" Host Seehofer nicht ...
... wenn er sagt: Er habe die politische Verantwortung für das schlechte Ergebnis bei der Bundestagswahl übernommen, "auch wenn die Ursache in Berlin lag". Doch er sollte auch nicht vergessen, dass die CSU in Bayern nicht alles richrig gemacht hat. Der Speckgürtel um München steht in diametralem Kontrast zur (Beispiel) Region Hof. So uneingeschränkt sehen also die Hofer Bürger das bayerische Paradies nicht!
Zehetmaieropfer 16.12.2017
2. Bayern ein Paradies
Bayern als Paradies zu bezeichnen spricht schon für eine sehr große Weltfremdheit und der Realitäten in Bayern entrückten Abgehobenheit der Regierenden. Viele Wähler*innen werden dies bei der nächsten Landtagswahl zu Werten wissen.
mittelstandsfreund 16.12.2017
3. Typisch Seehofer
Immer alles auf die anderen schieben. Einziges Thema: Obergrenze, und dabei mobben, mobben, mobben. Den Wählern war das zu blöd, denn sie sind schlauer, als er denkt. Aber ihn dann mit seiner missratenen Waghlrichtung zur Belohnung auch noch Koalitionsverhandlungen führen zu lassen zeigt, dass man in Bayern sich erlauben kann, was man will, wenn man CSU heisst. Für mich ist Seehofer schon immer eine der größten Ausfälle an Ministerpräsidenten gewesen. Ohne Ideen und nur wirtschaftsbesessen. Soziales ist nur störend und wird nur kurz vor der Wahl als Mäntelchen übergehängt.
kritischer-spiegelleser 16.12.2017
4. Schönreden
Ältere Herrschaften leiden nun mal oft unter Realitätsverlust. Auch in Bayern sehe ich oft alte Leute beim Flaschensammeln. Auch in Bayern sind die Tafeln inzwischen überlaufen. Auch in Bayern gibt es fast keinen billigen Wohnraum mehr. Das "Paradies Bayern" habe ich als Bayer noch nicht gefunden.
Luna-lucia 16.12.2017
5. Bayern blüht
ist zweifellos richtig! Nur, es blüht leider auch die Korruption in der CSU! Und das nicht nur hinsichtlich der "Schmidt-Affäre" um das höchst gefährliche Pflanzenschutzmittel, Glyphosat. Auch in den Zusammensetzungen der einzelnen Gremien, werden innerhalb der CSU immer wieder riesige Mauscheleien durchgezogen.
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