Kanzlerkandidatur 2017 Merkel soll's richten

"Wenn wir gewinnen wollen, dann nur mit ihr." Deutlich wie nie spricht sich Horst Seehofer im SPIEGEL für eine erneute Kanzlerkandidatur Angela Merkels 2017 aus. Vor allem ihr Einsatz für Europa beeindruckt den CSU-Chef.

Bundeskanzlerin Merkel, CSU-Chef Seehofer: "Die Dinge zusammengeführt"
AFP

Bundeskanzlerin Merkel, CSU-Chef Seehofer: "Die Dinge zusammengeführt"


Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer setzt sich für Angela Merkel (CDU) als Kanzlerkandidatin der Union im Jahr 2017 ein. "Wenn wir die Wahl gewinnen wollen, dann nur mit ihr als Kandidatin", sagte Seehofer dem SPIEGEL. Auch wenn es Widerstände in seiner Partei gegen das dritte Hilfspaket für Griechenland gebe, habe er "an alle in der CSU die Bitte gerichtet, die Kanzlerin in dieser wichtigen Phase zu unterstützen". (Lesen Sie hier das vollständige Interview im neuen SPIEGEL.)

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Heft 30/2015
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Die Mehrheit der CSU-Bundestagsabgeordneten ist der Bitte des Parteichefs bei der Abstimmung am Freitag im Bundestag gefolgt. Von der 56-köpfigen Landesgruppe stimmten 43 für die Verhandlungen über neue Milliardenhilfen für Athen. Allerdings votierten auch 13 mit Nein.

Seehofer lobt im SPIEGEL Merkels Einsatz in der Eurokrise. Die Kanzlerin habe "die Dinge wieder zusammengeführt", als "Europa fast schon zerbröselt" am Boden gelegen habe, sagte Seehofer: "Das hat mich beeindruckt."

Trotz einiger unionsinterner Streitigkeiten, etwa über die Pkw-Maut, vergleicht der bayerische Ministerpräsident das Verhältnis der Kanzlerin zur CSU mit dem, das Helmut Kohl "in dessen Glanzzeiten" zur bayerischen Schwesterpartei gepflegt habe: "Kohl war ein ausgesprochener Freund Bayerns, und ich würde das Gleiche heute über Angela Merkel sagen." Merkel selbst hat sich bisher öffentlich nicht festgelegt, ob sie 2017 wieder antritt.

Für sein eigenes Team in der CSU wünscht sich Seehofer die Rückkehr von Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg: "Ich will ihn einfach fragen, ob er nicht in irgendeiner Form wieder bei uns mitmachen will." Als potenziellen Nachfolger sieht Seehofer Guttenberg derzeit aber nicht. "Ich locke nicht mit Angeboten", sagte er. Jüngst war bekannt geworden, dass sich Seehofer im Laufe des Sommers persönlich mit dem gefallenen Superstar der CSU treffen will.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - erhältlich ab Samstagmorgen und heute ab 21 Uhr im digitalen SPIEGEL.

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insgesamt 165 Beiträge
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Seite 1
warkeinnickmehrfrei 18.07.2015
1. Grauenvolle Vorstellung
Das hiesse dann weitere 4 Jahre rasenden Stillstands in Gesellschaft und Politik und "Uns gehts doch gut" Rhetorik. Wir brauchen in Deutschland dringend eine Regelung zur Begrenzung von Amtszeiten.
texti66 18.07.2015
2. Das ist vielleicht sein Denken...
...aber ganz bestimmt nicht das Denken des Volkes. Seehofer scheint vergessen zu haben in seiner masslosen Schlemmerei und Machterhaltungswahn, daß ein Volk über die Zukunft des Staates bestimmt und nicht ein paar Politiker. Sicher darf man träumen, aber Hochmut kommt vor dem Fall !
bestmail2009 18.07.2015
3. Also, wenn diese Regierung,
die den Ausverkauf der deutschen Interssen weiter vorantreibt, 2017 im Amt bestätigt wird, dann ist den Bürgern nicht mehr zu helfen! Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient...
jengel65 18.07.2015
4. Wiederwahl
Und sie wird wieder gewählt werden! Gute Nacht Deutschland!
brotherandrew 18.07.2015
5. Wo er ...
... Recht hat, der Horsti, da hat er Recht. Ohne Angie sieht die Union ziemlich alt aus.
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