Bundesinnenminister Kein eigener Twitteraccount für Seehofer

Innenminister Seehofer wollte bei Twitter einsteigen, um direkt mit den Bürgern kommunizieren zu können. Nun verzögert sich der Start, teilte sein Haus dem SPIEGEL mit. Zudem wird der CSU-Politiker nur über den Ministeriumskanal twittern.

Seehofer
FILIP SINGER/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Seehofer


Bei Horst Seehofer muss man nicht jeden Satz auf die Goldwaage legen. Aber die Sache mit dem Twittern war dem CSU-Chef offenbar schon ernst, als er Anfang August in einem bayerischen Bierzelt ankündigte, mit dem Twittern anfangen zu wollen. "Ich sehe mich jetzt gezwungen, weil ich manche Wahrheiten sonst nicht unter eine breitere Bevölkerung bekomme", sagte er damals - und kündigte an, bis Ende des Monats auf dem Kurznachrichtendienst aktiv zu werden.

Doch nun verzögert sich die Sache - und Seehofer wird auch nicht mit einem eigenen Twitteraccount arbeiten. "Nach der parlamentarischen Sommerpause wird Minister Seehofer twittern", teilte das Bundesinnenministerium dem SPIEGEL mit. Mit Blick auf den Kalender wird das dann ab dem 10. September der Fall sein, wenn der Bundestag zu seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause zusammenkommt. Weiter teilte eine Sprecherin des Innenministeriums mit: "Seine Tweets sind auf dem BMI Twitter-Kanal durch sein Namenskürzel erkennbar."

CSU-Chef Seehofer hatte sich zuletzt immer wieder verärgert über Berichte gezeigt, in denen er sich und seine Politik unangemessen oder falsch dargestellt sah. Der Innenminister hatte sogar von "Fake News" gesprochen.

flo



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sikasuu 31.08.2018
1. weil ich manche Wahrheiten sonst nicht unter eine breitere Bevölkerung
Oh je, keinen eigenen Account für unseren CSU Vorsitzenden? . Vielleicht auch besser so! Wie soll man denn auch in der kurzen verbleibenden Zeit bis zu Bayernwahl so einen aufbauen ? Danach ist "#Der CSU Vorsitzende Seehofer speaking real" ja wohl ein toter, bzw nicht mehr "wahrer" Eintrag... . Und wie/mit was soll man den Account denn füttern? . Die "Wahrheiten" des großen Vorsitzenden, dem es "gleich ist wer unter im KanzlerIn spielt" sind doch besser in einem kleinen "roten Buch" (Blau, gelb, braun, blau-weiß... Farben sind wohlfeil) aufgehoben. . So was war schon mal "Weltbestseller" & von China & dem großen Vorsitzenden dort lernen, ist auch für den "großen Vorsitzenden in Bayern" nicht ehrverletzend! . Solche Wahrheiten wie o.a. muss ein konservativer Politiker, der gerne auch noch viel weiter auf geschichtliche Modelle/Ideen/Metaphern in der Geschichte zurückgreift, doch kennen& die müssen auch genutzt & weiter verbreitet werden:-) .
j.vantast 31.08.2018
2. Man verschone uns
Diese Twittermeldungen nerven nur noch. Ich wähle keine Politiker die ihre Hauptaufgabe darin sehen das Volk mit ihren unsäglichen Twittermeldungen zu überschütten. Was kommt als nächstes? Da kann man ja bald das Gebäude für den Bundestag abreissen, das läuft wahrscheinlich demnächst über eine WhatsApp-Gruppe. Und Leute die "Wahrheiten" über ihren Twitterkanal verbreiten kennen wir schon aus den USA. Wie wäre es stattdessen mal mit anständiger politischer Arbeit?
stefan7777 31.08.2018
3. Seehofers "Wahrheiten"
Auf noch einen solchen Twitter-Populisten kann ich sehr gerne verzichten, ehrlich gesagt. Er ist genau das Abbild des Politikers, der die Bürger von der Politik entfremdet.
shardan 31.08.2018
4. Verdummung
Hoffentlich zensiert das Ministerium die Äußerungen unseres Horsti - wenn es Dinge gibt, die die Welt nicht braucht, ist das ein zweiter Trump bei Twitter. und was sollte Horsti wohl da wollen, wenn icht effizient gegen Merkel pesten? Seehofer hat sich wiederholt als Spaltpilz der Nation erwiesen - das wird durch Twitter nicht besser. Wir brauchen parteiunabhängig auch keine Politiker, die auf ihren gut gepolsterten Bänken sitzen und aus Langeweile twittern und facebook nutzen, anstatt der Lesung oder der Debatte zu folgen, bei der Abstimmung aber ganz "ichbin wichtig" den Finger heben. Solche Politiker haben in meinen Augen Demokratie nicht begriffen, sitzen nur wegen des gesicherten Einkommens in den Parlamenten - und sind für mich jedenfalls unwählbar.
zeichenkette 31.08.2018
5. Der Volksempfänger des 21. Jahrhunderts...
Heute gibt es aber keine langen flammenden Reden mehr, sondern nur noch Slogans und gnadenlose Vereinfachungen.
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