CSU-Chef Seehofer lobt Trump

Horst Seehofer ist von Donald Trump beeindruckt. Der neue US-Präsident setze seine Wahlversprechen "mit Konsequenz und Geschwindigkeit" um. Der CSU-Chef fordert außerdem ein schnelles Ende der Sanktionen gegen Russland.

Horst Seehofer
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Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat sich für Ende der Sanktionen gegen Russland noch "in diesem Jahr" ausgesprochen. "Russland sollte auch in den Kreis der G 8 zurückkehren", forderte der CSU-Chef in der "Bild am Sonntag".

"Wir müssen raus aus dem Block-Denken des 20. Jahrhunderts", wird Seehofer zitiert. "Es geht um gemeinsame Antworten auf Terror, Migration, Klimawandel. Eine Politik des 'Wenn du mir, dann ich dir' hilft da nicht weiter. Wer glaubt, wir könnten uns gleichzeitig mit den USA, Russland und Großbritannien anlegen, macht einen riesigen Fehler." Er plädiere für "Realpolitik statt Säbelrasseln", sagte Seehofer. "Wir müssen unterschiedliche Standpunkte klarmachen, etwa bei der Annexion der Krim, uns aber zugleich um vernünftige wirtschaftliche Beziehungen bemühen."

Lobende Worte fand Seehofer für den neuen US-Präsidenten Donald Trump: "Er setzt mit Konsequenz und Geschwindigkeit seine Wahlversprechen Punkt für Punkt um. In Deutschland würden wir da erst mal einen Arbeitskreis einsetzen, dann eine Prüfgruppe und dann noch eine Umsetzungsgruppe."

Das bedeute aber ausdrücklich nicht, dass er jede Maßnahme Trumps für richtig halte. Er habe Trump gratuliert und in den Freistaat Bayern eingeladen, so Seehofer. "Trump ist in einer demokratischen, freien Wahl zum US-Präsidenten gewählt worden. Das muss man respektieren. Diesen Respekt vermisse ich in diesen Tagen."

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