Schnelle Abschiebung Innenministerium plant Modellzentrum für Asylsuchende

Wer Asyl in Deutschland sucht, soll künftig so lange in einem "Ankerzentrum" leben, bis geklärt ist, ob er oder sie bleiben darf. Das ist der Plan von Innenminister Seehofer. Ein Pilotprojekt soll schon im Herbst starten, berichtet die "Süddeutsche".

Transitzentrum in Manching (Bayern)
DPA

Transitzentrum in Manching (Bayern)


Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will sogenannte Ankerzentren einrichten, in denen Asylbewerber bleiben müssen, bis ihre Identität geklärt ist oder sie abgeschoben werden. Ein entsprechendes Pilotprojekt soll schon in diesem Herbst starten. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Das Modellzentrum solle in Verantwortung der Bundespolizei betrieben werden, wird Innenstaatssekretär Stephan Mayer (CSU) zitiert. Ein entsprechendes Eckpunktepapier wolle er schon nach den Osterfeiertagen vorlegen.

Aus Mayers Sicht würde es sich anbieten, "für das Modellprojekt eine schon vorhandene Einrichtung zu nutzen". Denkbare Standorte seien Manching oder Bamberg in Bayern, wo es bereits Transitzentren gebe. Auch die Erstaufnahmeeinrichtung im hessischen Gießen komme in Betracht. Dort gebe es Platz für insgesamt 13.000 Menschen, dazu weitere 3000 Plätze in ehemaligen Kasernen der US-Truppen.

vet/AFP

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