Vorläufige Bilanz Rund 100.000 Flüchtlinge kamen 2018 bislang nach Deutschland

Maximal 220.000 Menschen dürfen jährlich nach Deutschland kommen - so steht es im Koalitionsvertrag. Nun hat Innenminister Seehofer bekannt gegeben, wie viele es bislang tatsächlich sind: weit weniger.

Bundesinnenminister Horst Seehofer
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Bundesinnenminister Horst Seehofer


Im Bundestagswahlkampf vergangenes Jahr wurde heftig über die sogenannte Obergrenze für Flüchtlinge und Migranten gestritten. Im Koalitionsvertrag wurde anschließend festgelegt, dass nicht mehr als 220.000 Menschen jährlich nach Deutschland kommen dürfen - und nun hat Innenminister Horst Seehofer bekannt gegeben, dass in diesem Jahr bislang "netto" rund 100.000 Menschen gekommen seien.

Das sagte der CSU-Chef Teilnehmern zufolge am Dienstag in einer Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, wie SPIEGEL ONLINE bestätigt wurde. "Netto" bedeutet: neue Antragsteller - abzüglich der Abschiebungen, Rückführungen und freiwilliger Ausreisen.

Da im November und Dezember traditionell weniger Menschen neu nach Deutschland kommen, rechne er damit, weit unter der von der CSU früher genannten Schwelle von 200.000 Flüchtlingen und Migranten pro Jahr zu bleiben, sagte Seehofer.

Auch EU-weit sind in diesem Jahr deutlich weniger Flüchtlinge und Migranten angekommen als in den Vorjahren.



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dop/flo/Reuters



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