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Flüchtlinge: Seehofer begrüßt Blockade der Balkanroute

Flüchtlingskrise auf dem Balkan: "Deutschland ist der Profiteur davon" Fotos
DPA

Zehntausende Flüchtlinge stecken auf der Balkanroute fest - Horst Seehofer hält Grenzschließungen trotzdem für richtig. Der CSU-Chef sagt im SPIEGEL, eine Wende in der Flüchtlingskrise sei gekommen.

CSU-Chef Horst Seehofer sieht in den strengeren Grenzkontrollen auf der Balkanroute ein positives Signal: Dadurch könne sich der Flüchtlingsstrom nach Deutschland deutlich verringern. "Es gibt eine Wende in der Flüchtlingspolitik durch die weitgehende Schließung der Balkanroute", sagte der bayerische Ministerpräsident dem SPIEGEL. "Deutschland ist der Profiteur davon."

Vor allem durch die fast vollständige Sperrung der mazedonischen Grenze ist die Zahl der Flüchtlinge, die in Deutschland ankommen, in den vergangenen Tagen deutlich nach unten gegangen.

Nun aber stecken rund 32.000 Migranten in Griechenland fest, die sich auf den Weg weiter nach Nordeuropa machen wollen. Hilfsorganisationen fürchten, dass es zu einer humanitären Katastrophe in dem Land kommen könnte.

Angela Merkels Koalitionspartner drängt seit Monaten darauf, die Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, drastisch zu reduzieren. Entgegen der Linie der Kanzlerin fordert er eine Obergrenze der Flüchtlingszahlen.

Kurz vor dem möglicherweise entscheidenden Gipfel zur Lösung der europäischen Flüchtlingskrise fliegt Seehofer an diesem Freitag zu einem Gespräch mit dem ungarischen Premier Viktor Orbán nach Budapest.

Orbán steht wegen seiner Flüchtlingspolitik seit Monaten in der Kritik. Der Ungar ist Merkels stärkster Widersacher auf europäischer Ebene. Seehofers Besuch in Ungarn stößt beim Koalitionspartner SPD auf heftige Kritik.

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