Sachsen Neues Asylbewerberheim in Hoyerswerda eröffnet

Hoyerswerda galt als Symbol für Gewalt gegen Ausländer, die Krawalle der frühen neunziger Jahre wirken bis heute nach. Jetzt hat in der sächsischen Stadt ein neues Asylbewerberheim eröffnet. Wann genau die ersten Flüchtlinge kommen, ist noch unklar.

Neues Asylbewerberheim in Hoyerswerda: Platz für bis zu 120 Flüchtlinge
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Neues Asylbewerberheim in Hoyerswerda: Platz für bis zu 120 Flüchtlinge


Hoyerswerda - Mehr als zwei Jahrzehnte nach den ausländerfeindlichen Krawallen von Hoyerswerda ist in der sächsischen Stadt ein Asylbewerberheim eröffnet worden. Die umgebaute Förderschule wurde am Donnerstag offiziell übergeben. Vorerst können in dem Gebäude bis zu 65 Flüchtlinge leben. Nach Abschluss aller Bauarbeiten Ende Februar soll es Platz für bis zu 120 Menschen bieten.

Wann genau die ersten Asylbewerber nach Hoyerswerda kommen, ist noch unklar. Ein überparteiliches Bürgerbündnis wird die Betreuung übernehmen.

"Eine menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe", sagte Sachsens Ausländerbeauftragter Martin Gillo (CDU). "Ich freue mich, dass sich Hoyerswerda in diese Solidarität mit einbringt."

1991 war Hoyerswerda tagelang Schauplatz ausländerfeindlicher Ausschreitungen. 230 Menschen, darunter viele Gastarbeiter aus Mosambik und Vietnam, mussten damals unter Polizeischutz die Stadt verlassen.

aar/dpa

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