Innenminister Friedrich "Der Terror ist in Deutschland angekommen"

Innenminister Hans-Peter Friedrich rät den Deutschen zu mehr Wachsamkeit. Auch wenn es keine konkreten Bedrohungen gebe, sollte sich die Bevölkerung der Terrorgefahr bewusst sein, sagte der CSU-Politiker bei einem Besuch in Jerusalem.

Friedrich am Busbahnhof in Jerusalem, wo vergangene Woche ein Anschlag verübt wurde
DPA

Friedrich am Busbahnhof in Jerusalem, wo vergangene Woche ein Anschlag verübt wurde


Jerusalem - Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat sich bei einem Israel-Besuch für eine höhere Wachsamkeit in Deutschland gegenüber Terrorgefahren ausgesprochen. Unabhängig von konkreten Terrorwarnungen sei es gut, wenn sich die Bevölkerung der Gefahren bewusst werde, sagte Friedrich am Donnerstag in Jerusalem.

Man habe das Gefühl, der Terror sei in Deutschland und Europa angekommen, wie er in Israel schon seit vielen Jahren Alltag sei. Allerdings gebe es in Deutschland keine Hinweise auf Selbstmordattentate.

Friedrich hatte am Donnerstag in Jerusalem an jener Stelle Blumen niedergelegt, an der in der vergangenen Woche bei einem Anschlag eine britische Staatsbürgerin getötet und weitere 39 Personen verletzt worden waren. Friedrich ist seit Anfang März als Bundesinnenminister im Amt. Der Aufenthalt in Israel ist seine erste Auslandsreise.

lgr/dpa

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firem 01.04.2011
1. Üble Ranschmeisse
"sagte der CSU-Politiker bei einem Besuch in Jerusalem." Ausgerechnet in Jerusalem. "Wir sind bedroht. Durch palästinensische Terroristen. Wie ihr. Habt uns wieder lieb." Was sucht er eigentlich als Innenminister in Jerusalem? Ist das neuerdings Pflichtprogramm im Inland? H. Friedrich agiert recht unglücklich. Wie jener Freiherr, dem er im Stühlerücken die Reise nach Jerusalem verdankt.
openyoureyes 01.04.2011
2. "Man habe das Gefühl,..
...der Terror sei in Deutschland und Europa angekommen, wie er in Israel schon seit vielen Jahren Alltag sei. Allerdings gebe es in Deutschland keine Hinweise auf Selbstmordattentate." Es gibt zwar keine Hinweise, aber DER TERROR IST DA, ganz nah, man kann ihn schon fast riechen, wenn man fest dran glaubt, und Herr Friedrich gibt sein bestes die Deutschen davon zu überzeugen. Kann dieser Mann eigentlich auch mal was Produktives zum Zusammenleben in diesem Land beitragen? Das sollte doch eigentlich die Aufgabe eines "Innen"ministers sein. Mit solchen unnützen wie sinnfreien Aussagen macht er auf jeden Fall dort weiter wo er die letzten Wochen und Tage angefangen hat: Das Land spalten und Angst verbreiten (bzw. das eine bedingt durch das andere), bis bald im Überwachungsstaat. Vielleicht hat er sich als Innenminister ja die innenpolitischen Strategien des "friedlichen" Zusammenlebens in Israel/Palästina angeschaut und will diese auch nach Deutschland importieren (Die Mauer muss her!). Das dies keine Lösung ist sollte aber auch er eigentlich langsam begriffen haben. Außerdem frage ich mich wie er den Krieg in Israel mit Terror in Deutschland vergleichen kann. Und das sein erstes Land das er besucht gleich Israel ist, muss wohl Zufall sein (ich habe nichts gegen den Großteil der israelischen Bevölkerung!) Laut Wikipedia ist Terror übrigens wiefolgt definiert: "Der Terror (lat. terror „Schrecken“) ist die systematische und oftmals willkürlich erscheinende Verbreitung von Angst und Schrecken durch ausgeübte oder angedrohte Gewalt, um Menschen gefügig zu machen." Nimmt man die physische Gewalt da mal raus, dann trifft diese Definition ironischerweise ziemlich genau auf die Aussagen Friedrichs zu. In diesem Sinne, der Überwachungsstaat lässt grüßen. P.S.: Liebe SPIEGELonline-Redaktion: bitte bringen Sie das nächste mal nicht so eine Überschrift; sich auf das BILD-Niveau zu begeben haben Sie doch eigentlich nicht nötig.
RaMaDa 01.04.2011
3. Aha!
Um das festzustellen muß man aber kein Innenminister sein....
rundfunker 01.04.2011
4. Einfach mal die Klappe halten
Zitat: ...Man habe das Gefühl, der Terror sei in Deutschland und Europa angekommen, wie er in Israel schon seit vielen Jahren Alltag sei...Zitatende wenn man schon eine wirksame Wachsamkeit der Bevölkerung haben möchte, sollte man nicht alle paar Wochen Terrorangst hervorrufen. Entweder ich weiß was, dann treffe ich entsprechende zielführende Gegenmaßnahmen, oder ich weiß nichts, dann halte ich meine Klappe. Und der zitierte Vergleich hinkt ja gewaltig!
frubi 01.04.2011
5. Terror-Touret
Zitat von sysopInnenminister Hans-Peter Friedrich rät den Deutschen zu mehr Wachsamkeit. Auch wenn es keine konkreten Bedrohungen gebe, sollte sich die Bevölkerung der Terrorgefahr bewusst sein, sagte der CSU-Politiker bei einem Besuch in Jerusalem. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,754402,00.html
Nun hats auch der Friedrich: Terror-Touret. Das scheint ansteckend zu sein. Besonders gefährdete Spezies: Innenminister, Bundeskanzler, jegliche Personen die mit überflüssigen Sicherheitsmaßnahmen Geld verdienen. Gut, dass die Normalbevölkerung zum Großteil immun gegen diese Seuche ist. Fehlt eigentlich nur noch, dass der Friedrich davor warnt, dass Pakistaner mit Schlauchboten über die Ostsee einfallen.
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