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Integrationsdebatte Justizministerin vergleicht Gabriel mit Sarrazin

Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger: "Populistische Forderungen"Zur Großansicht
picture alliance / dpa

Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger: "Populistische Forderungen"

Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger geht auf Konfrontationskurs zu Sigmar Gabriel: Der SPD-Chef vertrete in der Integrationsdebatte Forderungen, die den Thesen von Thilo Sarrazin ähnelten, rügt die FDP-Politikerin.

Hamburg - In der Integrationsdebatte hat Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel ungewöhnlich scharf angegriffen. "Die populistischen Forderungen von Herrn Gabriel sind völlig verfehlt. Sie ähneln in Aspekten den Thesen von Herrn Sarrazin, den die SPD ausschließen will", sagte die Ministerin dem "Hamburger Abendblatt". "So kann man mit dem Thema nicht umgehen."

Gabriel hatte im SPIEGEL-ONLINE-Interview ein konsequentes Durchgreifen gegen Integrationsverweigerer gefordert. "Wer auf Dauer alle Integrationsangebote ablehnt, der kann ebenso wenig in Deutschland bleiben wie vom Ausland bezahlte Hassprediger in Moscheen", sagte der SPD-Chef. Zugleich verteidigte er das Parteiausschlussverfahren gegen den SPD-Politiker und zurückgetretenen Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin, der unter anderem mit umstrittenen Positionen zur Integrationsbereitschaft von Muslimen eine große Diskussion in Deutschland ausgelöst hatte. "Seine Thesen sind ein Gebräu aus der Tradition der Rassenhygiene der zwanziger Jahre", sagte Gabriel.

Leutheusser-Schnarrenberger hält die bestehenden Gesetze für ausreichend, beklagt allerdings mangelnden Vollzug. Es gebe ein engmaschiges System von Ausweisung und Abschiebung. "Im Aufenthaltsgesetz und im Sozialgesetzbuch haben wir bereits teilweise drastische Sanktionen für integrationsunwillige Zuwanderer", sagte sie. In manchen Regionen gebe es allerdings Defizite im Vollzug solcher Gesetze.

Die Justizministerin forderte zudem CSU-Chef Horst Seehofer zu mehr Solidarität in der schwarz-gelben Bundesregierung auf. "Ich wünsche mir, dass Horst Seehofer die Arbeit der Koalition konstruktiv begleitet." Es dürfe "keinen Gegenwind mehr aus Bayern geben. Es ist im gemeinsamen Interesse, dass die Querschüsse aufhören".

Alle Umfragen machten deutlich, dass Uneinigkeit und das Torpedieren gemeinsam beschlossener Projekte der CSU nichts bringe. "In Umfragen ist sie auf rasanter Talfahrt."

hen/apn

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insgesamt 99 Beiträge
Ingeboorg 24.09.2010
Sie sollte sich klar machen, dass Zuwanderer alles wählen - ausser FDP.
Sie sollte sich klar machen, dass Zuwanderer alles wählen - ausser FDP.
...doch Frau Lautheuler-Schnatterberg, so sollte man sogar mit dem Thema Migration (=Einwanderung) umgehen. Zur Weiterbildung bzw. Schärfung Ihres Weltbildes sollten Sie sich "Offenen Gesellschaft und ihre Feinde" von [...]
Zitat von sysopJustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger geht auf Konfrontationskurs zu Sigmar Gabriel:
...doch Frau Lautheuler-Schnatterberg, so sollte man sogar mit dem Thema Migration (=Einwanderung) umgehen. Zur Weiterbildung bzw. Schärfung Ihres Weltbildes sollten Sie sich "Offenen Gesellschaft und ihre Feinde" von Karl R. Popper vornehmen!
3STIGKEIT 24.09.2010
Frau L-S möchte die FDP unter allen Umständen in Richtung 3% bringen........
Frau L-S möchte die FDP unter allen Umständen in Richtung 3% bringen........
sic tacuisses 24.09.2010
Das Hinterherlaufen für ein paar Wahlkreuzchen mutet nur peinlich an. Aber es schient in der FDP keinen mehr zu geben, der sich nicht bis zu Unkenntlichkeit verbiegen läßt. Die haben fertich !
Zitat von hausmeister hempel...doch Frau Lautheuler-Schnatterberg, so sollte man sogar mit dem Thema Migration (=Einwanderung) umgehen. Zur Weiterbildung bzw. Schärfung Ihres Weltbildes sollten Sie sich "Offenen Gesellschaft und ihre Feinde" von Karl R. Popper vornehmen!
Das Hinterherlaufen für ein paar Wahlkreuzchen mutet nur peinlich an. Aber es schient in der FDP keinen mehr zu geben, der sich nicht bis zu Unkenntlichkeit verbiegen läßt. Die haben fertich !
clh 24.09.2010
Frau L-S sollte nicht Herrn Gabriel in den Popo treten, sondern die Justiz, damit die die angeblich so wunderbar vorhandenen Gesetze und Verordnungen auch umsetzt. Die Justiz scheint aber Angst vor gewissen Bevölkerungsgruppen zu [...]
Frau L-S sollte nicht Herrn Gabriel in den Popo treten, sondern die Justiz, damit die die angeblich so wunderbar vorhandenen Gesetze und Verordnungen auch umsetzt. Die Justiz scheint aber Angst vor gewissen Bevölkerungsgruppen zu haben. Es scheint leichter zu sein, uns Eingeborene für Mindestdelikte scharf zu bestrafen, als jemanden zur Integration zu bewegen.
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