Kriegsverbrechen IS-Extremist muss zehn Jahre ins Gefängnis

Ein Anhänger der Extremistengruppe "Islamischer Staat" ist von einem Gericht in Frankfurt zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Ihm wurden Kriegsverbrechen und Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vorgeworfen.


Der 32-jährige Abdelkarim E.B. muss für zehn Jahre ins Gefängnis. Das entschied das Oberlandesgericht Frankfurt am Main. Dem Anhänger des "Islamischen Staats" (IS) wurden Kriegsverbrechen und Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vorgeworfen.

Das Gericht ging davon aus, dass der Angeklagte im November 2013 in einem Haus nahe der nordsyrischen Stadt Aleppo bei einer Folterung dabei war und diese mit einer Kamera gefilmt hatte. Gleichwohl verurteilte der Staatsschutzsenat den angeklagten Deutschen nur wegen Beihilfe und nicht - wie von der Bundesanwaltschaft gefordert - wegen Mittäterschaft.

Bereits im November 2016 war E.B. vom gleichen Gericht wegen der Teilnahme an bewaffneten Auseinandersetzungen zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter bildeten nun eine Gesamtstrafe.

als/dpa

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.