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Bundeswehr im Irak: Soldaten dürfen starten, Waffen hängen fest

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Nato-Flugplatz in Hohn (Schleswig-Holstein): Soldaten auf dem Weg in den Irak Zur Großansicht
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Nato-Flugplatz in Hohn (Schleswig-Holstein): Soldaten auf dem Weg in den Irak

Tagelang saßen sieben Ausbilder der Bundeswehr in Bulgarien fest, der Irak ließ sie wegen eines Formfehlers nicht einreisen. Die gute Nachricht: Nun können sie weiterfliegen. Die schlechte: Erste Waffenlieferungen verzögern sich.

Berlin - Die sieben deutschen Ausbilder, die in den kommenden Wochen irakische Kurden an deutschen Waffen trainieren sollen, sind nach einiger Verzögerung unterwegs nach Arbil. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE darf die "Transall"-Transportmaschine mit den Soldaten am Mittwochvormittag endlich in Bulgarien starten, nachdem die irakischen Behörden die Genehmigung dazu erteilt hatten.

Zuvor war es zu Verzögerungen gekommen, weil die deutschen Ausbilder wegen eines technischen Defekts die Maschine wechseln mussten und diese nicht in den Papieren der Iraker vermerkt waren. Deswegen hingen die Soldaten mehrere Tage in Bulgarien fest.

Hinter der Verzögerung steckt vermutlich nicht nur pure Bürokratie. In Kreisen der Bundesregierung ist man sich bewusst, dass Bagdad bis heute kritisch sieht, dass die internationale Staatengemeinschaft bei ihrem Kampf gegen den "Islamischen Staat" nur die kurdischen und nicht die irakischen Streitkräfte aufrüstet.

Nach der erwarteten Landung der Soldaten soll die "Transall" möglichst rasch zurück nach Deutschland fliegen. An Bord werden dann eine Handvoll kurdischer Soldaten sein, die möglichst rasch in der bayerischen Kaserne Hammelburg beim Umgang mit deutschen "Milan"-Panzerabwehrraketen trainiert werden sollen. Nach dem Intensivtraining kehren sie in den Nordirak zurück und sollen dort ihre Kameraden unterrichten.

Technische Probleme verzögern den Abflug

Die eigentlichen Waffenlieferungen in den Irak wurden am Mittwoch ebenfalls wegen technischer Defekte verzögert. Eigentlich sollte von Leipzig aus ein niederländischer Transportflieger mit der ersten Tranche der deutschen Waffen für die Kurden nach Bagdad abheben, die McDonnell Douglas KDC-10 jedoch hatte einen Defekt. Deswegen verzögerten sich die Beladung der Maschine sowie der für etwa 13 Uhr geplante Abflug auf unbestimmte Zeit.

Die Panzerfäuste, Gewehre und Munition sind für die Peschmerga im nordirakischen Kurdengebiet bestimmt. Insgesamt sollen rund 10.000 kurdische Kämpfer mit Waffen für 70 Millionen Euro aus Bundeswehrbeständen ausgerüstet werden. Die Transporte sollen bis Anfang Oktober über den Flughafen Leipzig abgewickelt werden.

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insgesamt 59 Beiträge
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1. die Marine Hubschrauber sind Wracks...
against_all_odds 24.09.2014
und hier werden Millionen an Paschmerga verschleudert
2. peinlich ...
DGraf 24.09.2014
einfach nur peinlich. hätten sie besser einen Linienflug genommen. Eine Umstrukturierung der BW wird da nicht mehr helfen. Bitte den Laden abwickeln und neu aufbauen. Was funktioniert dort überhaupt noch?
3. Kaum zu glauben
tangentiale 24.09.2014
Der Irak,was ist der Irak heute?Ein von den Amis auf Steinzeitniveau gebomtes Land.Uns wird es als Demokratie verkauft,ein Hohn sondergleichen.Woher kommen die inzwischen hundertausende von Terrorristen,wer hat sie gezüchtet?Genau,der der sie seit Jahren angeblich bekämpft.Wie dumm muss man sein um das nicht zu sehen.
4. Die schlechte Nachricht: Waffenlieferungen verzögern sich
markushatt 24.09.2014
Das ist mal eine richtig schlechte Nachricht... Also hat die mainstream Presse folgende Einstellung: Waffenlieferungen = Gut Ausbilder im Irak = Gut Ist das echt der Spiegel, der das publiziert?
5. Deutschland
melea 24.09.2014
Deutschlland würde gern eine wichtige Rolle auf dem großen Schachbrett internationaler Politik einnehmen, aber esist dann oft "too little, too late", so daß wir trotz unserer Größe und Finanzkraft am Ende nur Statisten bleiben, wenn die wichtigen Länder die Weltpolitik gestalten. Herr Steinmeier, seien Sie in Weltthemen nicht nur "Schlichter & Vermittler", zeigen Sie doch bitte für unsere Land mehr schnelle und substantielle Entscheidungskraft und überzeugenderes Engagement.
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Fläche: 434.128 km²

Bevölkerung: 37,548 Mio.

Hauptstadt: Bagdad

Staatsoberhaupt: Fuad Masum

Regierungschef: Haidar al-Abadi

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