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Syrien-Rückkehrer: Bundesanwaltschaft klagt drei mutmaßliche Dschihadisten an

Bundesanwaltschaft in Karlsruhe: Anklage gegen Syrien-Heimkehrer Zur Großansicht
DPA

Bundesanwaltschaft in Karlsruhe: Anklage gegen Syrien-Heimkehrer

Die Männer sollen sich Terrorgruppen in Syrien angeschlossen und dort schwere Straftaten geplant haben. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland wurden sie verhaftet, nun soll ihnen der Prozess gemacht werden.

Die Bundesanwaltschaft hat vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf Anklage gegen drei Männer im Alter von 24 und 25 Jahren erhoben. Sie sollen sich in Syrien den Terrororganisationen "Junud al-Sham" sowie "Islamischer Staat" (IS) angeschlossen haben.

Laut Anklage reisten sie 2013 in das Bürgerkriegsland aus, durchliefen dort eine Kampfausbildung und erhielten Schnellfeuergewehre. Weil sie bei der Terrormiliz "Junud al-Sham" aber nicht aktiv am Kampf teilnehmen konnten, sollen sie die Organisation im November 2013 wieder verlassen haben.

Der Angeschuldigte Mustafa P., ein Deutsch-Afghane, kehrte daraufhin in die Bundesrepublik zurück. Der Mitbeschuldigte Fadil Rudolf S., ein Mann mit deutscher, polnischer und libanesischer Staatsangehörigkeit, wechselte hingegen zum IS. Er kehrte aber Ende 2013 ebenfalls nach Deutschland zurück, nachdem er sich Verletzungen und Verbrennungen der rechten Hand zugezogen hatte. Der dritte Angeklagte, der Deutsch-Marokkaner Mohamed A., schloss sich spätestens Anfang Dezember 2013 erneut den "Junud al-Sham" an. Entgegen seiner Erwartung durfte der Angeschuldigte im Februar 2014 nicht an einem Angriff auf das Zentralgefängnis von Aleppo teilnehmen. Er verließ daher Mitte Januar 2014 endgültig die Organisation und kehrte ebenfalls in die Bundesrepublik zurück.

Die Männer waren im Oktober 2015 festgenommen worden. Seither sitzen sie in Untersuchungshaft.

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