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Umfrage: Mehrheit der Deutschen rechnet mit Terroranschlägen

Sicherheitsmaßnahmen gegen den Terror (Archivbild): Unruhe in Deutschland Zur Großansicht
DPA

Sicherheitsmaßnahmen gegen den Terror (Archivbild): Unruhe in Deutschland

Der "Islamische Staat" wird im Irak und in Syrien immer stärker, die Drohungen gegen Europa lauter. Deshalb rechnen 60 Prozent der Bundesbürger laut einer Umfrage mit terroristischen Angriffen in Deutschland.

Berlin - Der irakische Ministerpräsident Haidar al-Abadi warnte vor geplanten Anschlägen auf die U-Bahn in Paris und amerikanischen Großstädten, Extremisten der Terrormiliz "Islamischer Staat" drohen mit Attentaten in Europa. So steigt die Unruhe offenbar auch in Deutschland: Laut einer aktuellen Umfrage befürchtet die Mehrheit der Bundesbürger in nächster Zeit terroristische Angriffe - auch in Deutschland.

Laut dem aktuellen ZDF-"Politbarometer" rechnen 60 Prozent der Befragten mit Anschlägen, 37 Prozent haben diese Befürchtung nicht. Gleichzeitig meint allerdings eine Mehrheit von 55 Prozent, dass genug getan wird, um das Land vor Terrorangriffen zu schützen. Nur 28 Prozent sind damit unzufrieden. Das teilte der Sender am Freitag mit.

Die USA und Frankreich haben mittlerweile die Warnungen Abadis relativiert. Sie hätten keine Informationen über Anschlagspläne, gaben die beiden Regierungen am Donnerstagabend bekannt. In den USA sagte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates, Caitlin Hayden: "Wir haben eine solche Verschwörung nicht bestätigt und müssten jede Information vonseiten unserer irakischen Partner prüfen, bevor wir uns äußern." In New York wurden die Sicherheitsvorkehrungen in der U-Bahn aber dennoch vorsichtshalber erhöht.

Dänemark schickt Kampfflugzeuge

Großbritannien entscheidet am Freitag über Luftangriffe gegen die IS-Miliz: Außenminister Philip Hammond sagte dem Sender Sky News, sein Land habe keine Wahl. "Es ist eine Bedrohung für Großbritanniens nationale Sicherheit, es ist eine Bedrohung für die Stabilität der Region", betonte er. Das Unterhaus hatte im vergangenen Jahr Luftangriffe gegen das Regime von Baschar al-Assad in Syrien abgelehnt. Diesmal wird jedoch mit einer klaren Mehrheit für den Militäreinsatz im Irak gerechnet.

In Dänemark wurde die Entscheidung bereits getroffen: Das Land will sich militärisch am Kampf gegen den IS im Irak beteiligen. Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt sagte am Freitag, Dänemark werde sieben F-16-Kampfflugzeuge zur Verfügung stellen. Außerdem sollen dänische Soldaten helfen, Iraker und Kurden zu beraten und für den Kampf auszubilden. Der Einsatz sei zunächst auf ein Jahr begrenzt.

Die Bombardements der US-geführten internationalen Koalition in Syrien gehen indes weiter. Den zweiten Tag in Folge standen Ölanlagen unter Kontrolle der Dschihadisten unter Beschuss. So soll die wichtigste Einnahmequelle der Extremisten zerstört werden.

Auch der irakische Ort Kaim an der Grenze zu Syrien wurde angegriffen. Dabei seien 30 IS-Kämpfer ums Leben gekommen, berichtete der arabische Nachrichtensender al-Arabija am Freitag. Zudem seien IS-Stellungen in der Provinz Hasaka ins Visier genommen worden. Die syrische Nachrichtenseite "Zaman al-Wasl" meldete, dort seien sieben Mitglieder einer Familie getötet worden, darunter Kinder und Frauen.


Daten zur Umfrage

Stichprobe: Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen hatte 1184 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch befragt.

Zeitraum: 23. bis 25. September 2014

Statistische Fehlertoleranz: +/- zwei Prozentpunkte je nach

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Anteilswert

vek/dpa/AFP

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1. Na dann sollten 100% der Deutschen mal aufgeklärt werden
European 26.09.2014
was die tatsächlichen Risiken vom Terrorismus angeht, diese sind nämlich verschwindend gering. Die Chance vom Blitz getroffen zu werden ist größer. Die Gefahren in unsere Gesellschaft sind: Alkohol, Tabak, mangelde Bewegung, falsche Ernährung....dann lange lange nichts...und dann die Terroranschläge. Deswegen fordere ich von der Politik das die begrenzten Mittel mit möglichst hohem Wirkungsgrad verwendet werden denn es ist die Sicherheit in Summe an der wir interessiert sind.
2.
Thomas C. 26.09.2014
Wie viele Deutsche kamen in den letzten 10 Jahren durch Terrorismus um? Die Angst vor Terrorismus und der Wunsch nach Sicherheit macht aus Deutschland noch den Überwachungsstaat den wir uns scheinbar so sehnlichst wünschen.
3. lasst
belzeebub1988 26.09.2014
hier die erste Bombe hochgehen dann werden sich einige ganz schnell umschauen müssen
4.
TangoGolf 26.09.2014
Zitat von Europeanwas die tatsächlichen Risiken vom Terrorismus angeht, diese sind nämlich verschwindend gering. Die Chance vom Blitz getroffen zu werden ist größer. Die Gefahren in unsere Gesellschaft sind: Alkohol, Tabak, mangelde Bewegung, falsche Ernährung....dann lange lange nichts...und dann die Terroranschläge. Deswegen fordere ich von der Politik das die begrenzten Mittel mit möglichst hohem Wirkungsgrad verwendet werden denn es ist die Sicherheit in Summe an der wir interessiert sind.
ich möchte Sie mal sehen, wenn es tatsächlich knallen sollte bei uns- was immerhin einige MAle schon kurz davor gewesen ist und bei dem Angriff auf US-Soldaten am Frankfurter Flughafen schon vollzogen wurde. Relativieren Sie dann auch alles? Das was Sie als wahre Gefahren der Gesellschaft meinen entdeckt zu haben, sind jene Dinge, die man freiwillig macht. Wenn wir davor beschützt werden sollen,käme dies einer Beschränkung der Freiheit gleich - wählen Sie etwa grün?
5.
B.Buchholz 26.09.2014
"Es ist nix Größeres passiert, und daher ist das Risiko extrem gering. Man sollte also die Sorge davor vergessen, und die Sicherheitsmaßnahmen als übertrieben ansehen." Aha. Und warum ist nix Größeres passiert? Eben WEIL Leute überwacht und abgegriffen wurden, teilweise auch nur, weil technische Fehler beim Bombenbau gemacht wurden, und weil Zünder versagten. Genauso gut könnte man daher sagen, dass die Sicherheitsvorkehrungen bei Passagiermaschinen in Deutschland vernachlässigt werden könnten, weil ja schließlich schon ewig in Deutschland keines mehr abgestürzt ist.
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Fotostrecke
Sorge in Frankreich: Der lange Arm des Terrors

Fläche: 434.128 km²

Bevölkerung: 34,776 Mio.

Hauptstadt: Bagdad

Staatsoberhaupt: Fuad Masum

Regierungschef: Haidar al-Abadi

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Fläche: 185.180 km²

Bevölkerung: 22,265 Mio.

Hauptstadt: Damaskus

Staatsoberhaupt:
Baschar al-Assad

Regierungschef: Wail al-Halki

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