Luftschläge gegen IS Erster Unionspolitiker bringt Bundeswehr-Beteiligung ins Spiel

US-Präsident Obama will die Luftschläge gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" ausweiten, CDU-Außenpolitiker Mißfelder hält eine Beteiligung deutscher Soldaten für möglich.

CDU-Politiker Mißfelder: "Kampf gegen IS verbindet uns"
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CDU-Politiker Mißfelder: "Kampf gegen IS verbindet uns"


Berlin - Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Philipp Mißfelder (CDU), hält einen Kampfeinsatz deutscher Soldaten im Kampf gegen die Dschihadistengruppe "Islamischer Staat" (IS) für möglich. "Das schließe ich bei diesen Luftschlägen nicht aus", sagte Mißfelder am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin".

Auch in der Luftüberwachung oder mit Blick auf die Frage nach Überflugrechten könne Deutschland die von den USA geführte internationale Koalition gegen den IS stützen. Bodentruppen "aus dem Westen insgesamt" seien aber nicht denkbar.

Zudem halte er eine Beteiligung der Bundeswehr an Ausbildungsmissionen für denkbar, sagte Mißfelder weiter. Er sei "eindeutig der Meinung, dass wir die Amerikaner unterstützen müssen". Der Kampf gegen den IS sei "etwas, was uns alle verbindet" und werde "uns lange Zeit beschäftigen", sagte Mißfelder.

US-Präsident Barack Obama kündigte in der Nacht eine Ausweitung der Angriffe auch auf Syrien an. In der vergangenen Woche schmiedeten die USA eine Zehner-Allianz gegen den IS, zu den Mitgliedern zählt auch Deutschland.

Die IS-Kämpfer kontrollieren Teile des Nordirak und mehrere Provinzen in Syrien. Mithilfe von US-Luftangriffen konnten sie seit Anfang August an einem weiteren Vormarsch im Irak gehindert werden. Berlin liefert in dem Konflikt Waffen an die Kurden, die gegen die Dschihadisten kämpfen.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte am Donnerstagvormittag im Bundestag, dass es für einen Erfolg im Kampf gegen den IS einer politischen Lösung bedürfe. Die genehmigte Waffenlieferung an die Peschmerga-Miliz alleine reiche nicht aus. Nötig sei die Einbeziehung aller religiösen und Volksgruppen in eine irakische Regierung, um das Land zusammenzuhalten.

Steinmeier kündigte an, dass er die G7-Außenminister am Rande der Uno-Vollversammlung zu einem Gespräch mit den arabischen Nachbarstaaten einladen habe. Diese sollten zu einer gemeinsamen Haltung gegen die Islamisten bewegt werden. Auf die von Obama verkündete Ausweitung der US-Luftangriffe ging er nicht ein.

fab/AFP/Reuters

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insgesamt 87 Beiträge
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Seite 1
tyr-7 11.09.2014
1. Der nächste Grund,...
...nicht mehr diese völlig bekloppten Atlantiker der us-hörigen CDU zu wählen. Soll Mißfelder selbst maschieren !
dieter-ploetze 11.09.2014
2. und das Grundgesetz ?
so was gibt doch das Grundgesetz nicht her.da würde es klagen geben.die,die deutsche Kampfeinsätze im Ausland wollen,sollten sich erst mal daran machen, zu versuchen das Grundgesetz zu ändern.
kdshp 11.09.2014
3.
Jaja die jungen wilden! Dann sollte herr Mißfelder (CDU) dem bürger auch sagen woher das geld dafür kommen soll! Deutschland ist pleite und hat kein geld für so was WIR haben ja nicht mal geld für unsere straßen und deswegen führt die CDU ja die maut für alle ein. Aber vieleicht kann herr Mißfelder (CDU) ja das geld nehmen was vom soli kommt also wenn die CDU den soli umgewandelt hat in eine andere steuern.
jujo 11.09.2014
4. ...
Dieser Rotzlöffel, Karrieregeiler Unwissender, sollte sich zurückhalten. Vor zwei Tagen hörte ich morgens im DLF den Bericht von Sabine Adler aus einer von den Separisten befreiten Stadt/Gegend in der Ukraine, selten so einen objektiven und informativen Beitrag über die Situation in der Ostukraine gehört. Danach Interview mit Mißfelder über diese Problematik. Auf gezielte Fragen mit der Hoffnung substantielle Antworten zu bekommen, kam nur Sinn- und Inhaltsloses Politikersprech. Es ist zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre!
m.w.r. 11.09.2014
5. Freiwillige vor
Soll er doch hingehn der Herr Mißfelder.
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