Start der Jamaika-Sondierungen "Möge uns allen ein Licht aufgehen!"

Es geht los: Die Gespräche zwischen den Jamaika-Partnern haben begonnen. Wie ist die Stimmung? Wer heizt an, wer will mäßigen? Die stärksten Zitate.

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Erst sprechen Union und FDP, dann Grüne und Union. Mehr als drei Wochen nach der Bundestagswahl geht es an diesem Mittwoch los mit den Jamaika-Sondierungen.

Am Vorabend gab es bereits ein Harmonietreffen: CSU-Chef Horst Seehofer besuchte die Grünen in ihrer Parteizentrale und sprach mit Parteichef Cem Özdemir und Fraktionschefin Katrin Göring Eckardt. Bilder zeigen die drei Spitzenleute bestens gelaunt.

Gleichzeitig wird der Auftakt zu den Sondierungen von letzten Verbalgefechten begleitet. Die Parteien erhöhen ihre Forderungen, keiner will den Eindruck erwecken , billig zu haben zu sein. Und alle Seiten dämpfen die Erwartungen: Es sei nicht sicher, dass Jamaika überhaupt zustande kommt. Niemand möchte sich hinterher vorwerfen lassen, man sei zu gutgläubig gewesen.

Welche der beteiligten Parteien positioniert sich wie? Und was kommt von der SPD, die die Gespräche vom Rande aus beobachtet? Die besten Zitate von heute und den letzten Tagen im Slider.

anr

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FinWir.de 18.10.2017
1. Es wird vor allem um Postengeschachere gehen
Ich habe nicht den Eindruck, dass es bei der Jamaikakoalition wirklich um zukunftsrelevante Themen geht, sondern wer am meisten von seiner politischen Ideologie durchsetzen kann und wer am Ende am meisten Posten für seine Anhänger ausschlagen kann. Das wir in Deutschland eine massive Einkommensungleichheit besitzen, in der die Mittelschicht immer weiter erodiert, scheint bei den Politikern niemanden zu interessieren.
Wolfgang Heubach 18.10.2017
2. Das ist die Situation
Zitat von FinWir.deIch habe nicht den Eindruck, dass es bei der Jamaikakoalition wirklich um zukunftsrelevante Themen geht, sondern wer am meisten von seiner politischen Ideologie durchsetzen kann und wer am Ende am meisten Posten für seine Anhänger ausschlagen kann. Das wir in Deutschland eine massive Einkommensungleichheit besitzen, in der die Mittelschicht immer weiter erodiert, scheint bei den Politikern niemanden zu interessieren.
Sie schildern völlig zu recht den vorherrschenden Eindruck.
brunellot 18.10.2017
3. Wo ist denn das Problem?
JAMAICA ist bunt: Rechtsstaatlichkeit + Obergrenze + Einwanderungsgesetz + Familiennachzug + Abschaffung des Soli + Förderung neuer (grüner) Technologien + Umweltfreundliche, sozial gerechtere Gesellschaft. Das hört sich für mich wie ein super Wahlprogramm an. Wenn es eine Partei gäbe, die diese Ziele geschlossen proklamieren würde, würde ich sie glatt wählen. Ich könnte wetten, dass die große Mehrheit der Deutschen Bürger so ein Regierungsprogramm auch unterstützen können. Dazu bedarf es übrigens keiner rechtspopulistischen Agitation usw. Deshalb können sich auch die zukünftigen Jamaica-Koalitionäre guten Mutes an die Arbeit machen. In meinen Augen ist Jamaika ein Geschenk des Wählers an die deutsche Politik. Wer allerdings wahrscheinlich hinten runterfallen wird ist die SPD: Eine Partei, die sich aktiv verweigert Regierungsverantwortung zu übernehmen und sich somit auch weigert die Interessen seiner Wähler bestmöglich zu wahren, hat seine politische Existenzberechtigung verwirkt! Die braucht wirklich KEINER...Aber das können ja dann die Wähler bei der nächsten Bundestagswahl eigenständig entscheiden.
tulius-rex 18.10.2017
4. Merkel und Seehofer
Merkel und Seehofer sind zwei Figuren von gestern, die nichts mehr reissen. Schön wäre, wenn sie das endlich einsähen und abträten. Von der Leyen, Bouffier, Aigner und von mir aus auch Söder könnten beide bestens ersetzen.
spon-facebook-10000140154 18.10.2017
5. eine solche Koalition
dient nur dem Machterhalt von Frau Merkel und wird von Seiten der CDU/CSU teuer erkauft. Selbst wenn nur eine geringe Hoffnung bestand, dass es zu den dringenden und nötigen Korrekturen in der Migrations- und Flüchtlingspolitik kommt, kann diese Hoffnung nun begraben. Mit der eigensinnigen Frau Merkel und den Grünen geht da gar nichts.
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