Trump gegen Clinton Gauck blickt mit Sorge auf US-Wahl

In zwei Tagen ist klar, wer künftig die USA regiert - Bundespräsident Gauck zeigt sich hinsichtlich des möglichen Wahlsiegers Donald Trump beunruhigt: "Beim Blick nach Washington bin ich besorgt", sagt er dem SPIEGEL.

Bundespräsident Gauck in Schloss Bellevue
HC Plambeck

Bundespräsident Gauck in Schloss Bellevue


Die Aussicht auf einen Wahlsieg von Donald Trump im Rennen um das Weiße Haus treibt Bundespräsident Joachim Gauck um. "Beim Blick nach Washington bin ich besorgt", sagte er dem SPIEGEL. Was ihm hinsichtlich des möglichen künftigen US-Präsidenten Trump Sorge bereite, "ist seine Unberechenbarkeit", so Gauck.

Bei der Präsidentschaftswahl am Dienstag stehen sich die demokratische Kandidatin Hillary Clinton und der Republikaner Trump gegenüber. Laut Umfragen deutet sich ein knapper Ausgang an.

Im Video: SPIEGEL ONLINE beim Interview mit dem Bundespräsidenten

HC Plambeck

Der Bundespräsident sagte: "Wir können nicht sagen, was von einem Präsidenten Donald Trump zu erwarten wäre. Das halte ich - zusammen mit vielen Menschen in den USA und bei uns - für ein Problem." Er hoffe, "dass die US-amerikanische Demokratie, die ja den Präsidenten nicht zum Autokraten macht, dass das System der Checks and Balances, der gegenseitigen Kontrolle, der eingehegten Macht auch künftig tragen wird."

Gauck sagte weiter: "Aber jetzt warten wir erst einmal die Entscheidung der amerikanischen Wähler ab."

Das komplette Interview mit dem Bundespräsidenten zur US-Wahl, der Türkei, dem Erfolg der AfD, Wut auf Flüchtlinge und Pöbeleien im Internet lesen Sie hier:



insgesamt 260 Beiträge
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clockwork-orange 06.11.2016
1. Usa?
Gauck sollte sich lieber mal Sorgen um das Land machen, dessen Bundespräsident er ist. In den USA gibt es ein starkes Repräsentanten-Haus, dass musste sogar Obama schmerzlich erfahren, als einige seiner Pläne abgeschmettert wurden. Wer aber widerspricht unserer unsäglichen Kanzlerin?
sasscha 06.11.2016
2. Panik
Ja wenn Donald T. am 8. Nov. gewinnen SOLLTE - dann wird dies, das und jenes passieren ... ist klar. Die Visionäre (Medien & "Experten") in diesen Zeiten gleichen einem verrückten Hühnerhaufen. Furchtbar - das es kaum sachliche und nüchterne Berichterstattung gibt.
Wolfgang Porcher 06.11.2016
3. Sorgen machen um Andere?
Obama hatte schon nichts zu sagen , d.h. konnte nichts wirklich entscheidendes durchsetzen . Das wird nicht anders werden, Amerika ist ein Volk fuer sich, doch bleiben wir lieber bei uns, ausser Frau Merkel haben wir bei der nächsten Wahl auch nur Papnasen zu bieten, die alles mögliche versprechen werden. nichts davon einhalten, ausser selbstgefällig dich Diaeten und Pensionen zu erhöhen.
nixwieweghier 06.11.2016
4. Keine anderen Probleme ?
Ich schau mit Sorge Richtung Bundeskanzlerin. Ich schau mit Sorge Richtung Bundeskanzlerwahl. Ich schau mit Sorge, wie es in Deutschland weiter gehen soll. Die Problem sind hier !
muellerthomas 06.11.2016
5.
Zitat von Wolfgang PorcherObama hatte schon nichts zu sagen , d.h. konnte nichts wirklich entscheidendes durchsetzen . Das wird nicht anders werden, Amerika ist ein Volk fuer sich, doch bleiben wir lieber bei uns, ausser Frau Merkel haben wir bei der nächsten Wahl auch nur Papnasen zu bieten, die alles mögliche versprechen werden. nichts davon einhalten, ausser selbstgefällig dich Diaeten und Pensionen zu erhöhen.
Also ausser der allgemeinen Krankenversicherung, den Steuererhöhungen für Reiche, dem Atomabkommen mit dem Iran, der Annäherung an Kuba, der erfolgreichen Überwindung der Großen Rezession, dem Abzug aus dem Irak und Afghanistan....?
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