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Nach Klöckners TV-Absage: SWR wirft Parteien taktische Manöver vor

CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner: Absage Zur Großansicht
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CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner: Absage

Die SPD will nicht mit der AfD, die Union nicht ohne FDP: Platzt am Ende die TV-Debatte der rheinland-pfälzischen Spitzenkandidaten? Nach der Absage von CDU-Chefin Klöckner meldet sich nun der SWR zu Wort.

Es könnte der Höhepunkt des Landtags-Wahlkampfes sein: Drei Tage bevor die Bürger an die Urnen gehen, liefern sich die Spitzenkandidaten der Parteien noch einmal Wortgefechte. Auge in Auge - im Fernsehen. Für den 10. März hatte der SWR die TV-Debatte mit den rheinland-pfälzischen Parteien angesetzt. Doch möglicherweise wird daraus nichts.

Die Parteien zanken über die Frage, wer an der Runde teilnehmen darf. Der Streit gipfelte in der Absage von CDU-Chefin Julia Klöckner. Jetzt meldet sich der SWR zu Wort. Auf seiner Webseite veröffentlicht der Sender eine Stellungnahme von Intendant Peter Boudgoust. Der SWR könne keinen Diskurs ermöglichen, "wenn Parteien ihre Zusage zu politischen Diskussionsendungen auch aus machttaktischen Gründen konditionieren", heißt es darin. Einer Runde ohne Klöckner sei "die Grundlage entzogen".

Intendant Boudgoust: "Niemand kann sich beim SWR Programm bestellen" Zur Großansicht
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Intendant Boudgoust: "Niemand kann sich beim SWR Programm bestellen"

SPD und Grüne hatten sich geweigert, mit der AfD in dem TV-Format aufzutreten. Daraufhin entschied sich der SWR, nur Vertreter jener Parteien einzuladen, die aktuell im Parlament vertreten sind - dies gilt auch für die Runde der baden-württembergischen Kandidaten. Für Mainz hieße das: Nur SPD, CDU und Grüne wären dabei.

"Inszenierter Regierungstalk"

Die Christdemokraten reagierten mit heftiger Kritik. Der offizielle Wunschkoalitionspartner FDP gehörte "selbstverständlich in eine solche Sendung". Die rheinland-pfälzische Landesvorsitzende Klöckner sprach von einem "inszenierten Regierungstalk". Ihr Generalsekretär Patrick Schnieder warf der SPD eine "skandalöse Einflussnahme" vor.

Intendant Boudgoust sagte nun: "Niemand kann sich beim SWR Programm bestellen." Boudgoust teilt jedoch Klöckners Forderung. "Eine Runde mit allen Parteien, die eine realistische Chance haben, in den Landtag einzuziehen, wäre die beste Sendung", sagte er.

kev

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 111 Beiträge
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1.
Crom 21.01.2016
Alle im Landtag vertretene Parteien, das klingt doch fair. Welches Auswahlkriterium will man stattdessen heranziehen? Umfragen sind nur Umfrage und am Wahlabend kommt's meist dann doch ganz anders.
2. Mein Gott
Tharsonius 21.01.2016
was für ein Kindergarten. Und da wundert sich die Politprominenz das die Wähler kein Bock haben zur Urne zu rennen?
3.
Freidenker10 21.01.2016
In Baden Württemberg ist man den Filz gewohnt, also denke ich, dass der SWR hier kein Opfer ist sondern staatstreuer Täter!
4. schlechter Stil
maxuli 21.01.2016
Dass die SPD ablehnt, mit der AfD zu diskutieren, ist sicherlich nicht klug, aber dass Frau Klöckner daraufhin nun die Diskussionsrunde absagt ist sicherlich noch dümmer. Es geht doch in RP schließlich vor allem um sie und Frau Dreyer!
5.
jeby 21.01.2016
Diese Misere hat sich der SWR selbst eingebrockt. Sie hätten einfach alle einladen sollen, die laut Umfragen eine gute Chance auf 5% haben. Wenn dann jemand absagt aus was für Gründen auch immer, dann findet die Diskussionsrunde halt nur mit den verbliebenen Parteien statt.
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