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Kampf gegen den Terror: Razzia in Berlin, Festnahme in NRW

Spezialeinheiten haben in Berlin zwei Wohnungen wegen des Verdachts auf Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat durchsucht. In Unna nahm die Polizei derweil einen Mann wegen Terrorismusverdachts fest.

Eine Anti-Terror-Einheit hat in Berlin zwei Wohnungen durchsucht. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen, habe es richterliche Durchsuchungsbeschlüsse für Wohnungen in Neukölln und Friedrichshain gegeben.

Die Generalstaatsanwaltschaft hatte diese wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie unerlaubten Waffenbesitzes erwirkt, nachdem Ermittler auf Bilder eines 28 Jahre alten Mannes gestoßen waren. Die Fotos zeigen ihn laut Staatsanwaltschaft mit verschiedenen Waffen, unter anderem einem Sturmgewehr des Typs AK 47. In diesem Zusammenhang soll er geäußert haben, in Syrien kämpfen zu wollen.

Die Ermittler beschlagnahmten während der Durchsuchungen Handys, einen Laptop, Datenträger, eine geladene Luftdruckwaffe sowie verschiedene Gegenstände, die unter die Verbotsbestimmungen des Waffengesetzes fallen dürften. Die Ermittlungen dauern an.

In einer Flüchtlingsunterkunft in Unna hat die Polizei ebenfalls am Donnerstag einen Mann unter Terrorismusverdacht festgenommen. Das bestätigte ein Sprecher der Dortmunder Staatsanwaltschaft der Deutschen Presseagentur. Es handele sich um einen 31-Jährigen, der verdächtigt werde, für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gearbeitet zu haben. Allerdings seien die Ermittlungen noch völlig am Anfang, betonte der Staatsanwalt.

Die "Bild"-Zeitung berichtet, der Mann stamme aus Syrien und habe für den IS gearbeitet. Angeblich hätten syrische IS-Gegner Fotos des Mannes veröffentlicht, auf die die deutschen Ermittlungsbehörden dann reagiert hätten. Eine Quelle für die Informationen nennt die "Bild"-Zeitung nicht.

kbl/dpa

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