Kampf gegen die Mafia Grünen-Politiker fordert Legalisierung aller Drogen

Viele Tote, unvorstellbare Gewalt: Der Drogenkrieg in Mittelamerika ist nach Ansicht des Grünen-Politikers Koenigs für Polizei und Militär nicht zu gewinnen - der Bundestagsabgeordnete fordert ein radikales Umdenken: Alle Drogen müssten weltweit erlaubt werden. Das Verbot nähre nur die Mafia.

Kokain-Konsum: "Jede neue Maßnahme vergrößert die Risikoprämien der Händler"
DDP

Kokain-Konsum: "Jede neue Maßnahme vergrößert die Risikoprämien der Händler"


Frankfurt/Main - Regelmäßig werden Lokalpolitiker in Mexiko von der Drogenmafia ermordet - die Regierung hat sich dem Kampf gegen den Handel verschrieben. Erst

am Wochenende haben mexikanische Soldaten einen Drogenboss getötet.

Die Gewalt in dem zentralamerikanischen Land treibt auch deutsche Politiker um. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Tom Koenigs forderte jetzt die Legalisierung aller Drogen - damit endlich Frieden in Mexiko und anderen zentralamerikanischen Ländern herrscht. Nur eine zügige, schrittweise und weltweite Entkriminalisierung des Drogenanbaus, -handels und -konsums könne diesen Krieg beenden, schrieb Koenigs in einem Beitrag für die "Frankfurter Rundschau". "Er ist durch militärisch, polizeilich und juristisch gestützte Repression nicht zu gewinnen", so der Grünen-Politiker.

Koenigs, der dem Menschenrechtsausschuss im Bundestag vorsitzt, schrieb, in den Drogenanbaustaaten würden die Regierungen durch die Drogenmafia korrumpiert. Nach Jahrzehnten erfolgloser Drogenpolitik sei radikales Umdenken nötig. Das Drogenverbot sichere der Drogenkriminalität lediglich die Gewinne. "Jede neue polizeiliche, militärische oder strafrechtliche Maßnahme vergrößert nur die Risikoprämien der Händler", argumentierte Koenigs.

Eine Gefahr für Deutschland sei eine radikal andere Drogenpolitik nicht, schrieb er. Eine Entkriminalisierung von Drogen in Deutschland werde nicht zu mehr, sondern zu weniger Drogenkonsum und Drogentoten führen. "Nachdem Portugal 2001 als erstes europäisches Land den Besitz aller Drogen entkriminalisiert hat, ist keines der von manchen Prohibitions-Apologeten alptraumhaften Zukunftsszenarios - ungezügelter Drogenkonsum oder Verfall Lissabons zum touristischen Drogenparadies - eingetreten", schrieb Koenigs.

anr/dapd



Forum - Wie kann Mexiko der Rauschgiftmafia entkommen?
insgesamt 1919 Beiträge
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Seite 1
Skandalos, 30.07.2010
1.
Zitat von sysopGrausige Morde, blutige Kämpfe: In Mexiko eskaliert der Drogenkrieg. Tausende Soldaten haben die Grenzregion zu den USA nicht befrieden können. Politiker, Unternehmer, Polizei - viele sind in die Geschäfte der mächtigen Dealer verstrickt. Wie kann das Land der Rauschgiftmafia entkommen?
Durch die Legalisierung von Drogen in den USA. Dort gibts ja eine aktuelle Initiative, die sich großer Unterstützung quer durch alle Parteien erfreut. Prohibition funktioniert einfach nicht.
karmamarga 30.07.2010
2. Wie entkommen?
Zitat von sysopGrausige Morde, blutige Kämpfe: In Mexiko eskaliert der Drogenkrieg. Tausende Soldaten haben die Grenzregion zu den USA nicht befrieden können. Politiker, Unternehmer, Polizei - viele sind in die Geschäfte der mächtigen Dealer verstrickt. Wie kann das Land der Rauschgiftmafia entkommen?
Den Shabab-Milizen das Land schenken. Dann weiss jeder im Land mit wem oder was er es zu tun hat. So wie jetzt geht die Sache endlos weiter.
Ohli 30.07.2010
3. Keine Macht der Drogenmafia
Zitat von sysopGrausige Morde, blutige Kämpfe: In Mexiko eskaliert der Drogenkrieg. Tausende Soldaten haben die Grenzregion zu den USA nicht befrieden können. Politiker, Unternehmer, Polizei - viele sind in die Geschäfte der mächtigen Dealer verstrickt. Wie kann das Land der Rauschgiftmafia entkommen?
Die Abteilung der UN, die sich des Themas Drogen angenommen hat, gibt auf ihren jählich stattfindenden Konferenzen in Wien seit 2 Jahren bekannt, das der "War on Drugs", der hauptsächlich in den 80er Jahren von Ronald Reagan proklamiert wurde, verloren ist. Jahrzehnte in denen Milliarden für die Strafverfolgung ausgegeben wurden, umsonst. Der weltweite illegale Drogenanbau hat sich erhöht, die Verkaufszahlen und der Umsatz haben sich erhöht (geschätzte 500 Milliarden US-Dollar wurden im vergangenen Jahr weltweit mit illegalen Drogen umgesetzt). Weiter so wie bisher, bedeutet weitere Profite für die organisierte Kriminalität, weiter Korruption, weiter mit dem Elend und Leid. Eine drogenfreie Gesellschaft ist eine Illusion, sagte einmal der Drogenbeauftragte der Regierung Kohl, Eduard Lintner. Das Ziel muss eine staatlich regulierte Vergabe aller zur Zeit illegalen Drogen sein. Wie eine erfolgreiche Drogenpolitik aussehen kann, zeigt der "Frankfurter Weg" und deren Projekt mit der Heroinvergabe an schwerstabhängige. Regulierung statt Repression, Akzeptanz und Toleranz, statt Stigmatisierung und Strafverfolgung von Konsumenten. Es wäre auf jeden Fall eimal wünschenswert, wenn man sich sachlich und pragmatisch mit dem Thema Drogen auseinandersetzen würde, statt wie bisher polemisch und emotional. Einen schönen Tag noch, wünscht Ohli
Roller, 30.07.2010
4.
Zitat von sysopGrausige Morde, blutige Kämpfe: In Mexiko eskaliert der Drogenkrieg. Tausende Soldaten haben die Grenzregion zu den USA nicht befrieden können. Politiker, Unternehmer, Polizei - viele sind in die Geschäfte der mächtigen Dealer verstrickt. Wie kann das Land der Rauschgiftmafia entkommen?
Ganz einfach: die Legalisierung aller Drogen.
obi wan 30.07.2010
5. Gegen jede Art von Titeln und Orden!!!!
Keine Ahnung wie Mexiko entkommen kann. Ich kann nur sagen: Sicher nicht durch so politisch vielleicht korrekte aber vollkommen nutzlose Konzepte wie Rauschgift legalisieren, Dialog suchen u.ä. Mal sehen wann hier die Ersten hier auftauchenk, die so etwas als alleiniges Allheilmittel ernsthaft verkaufen wollen.
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