Kampf gegen Terrormiliz IS Peschmerga trainieren in Bayern

In der Infanterieschule im bayerischen Hammelburg hat die Ausbildung kurdischer Soldaten aus dem Nordirak begonnen. 32 Peschmerga sollen im Umgang mit "Milan"-Panzerabwehrraketen geschult werden.

Demonstration einer "Milan" (Archivbild): Hilfe für Peschmerga
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Demonstration einer "Milan" (Archivbild): Hilfe für Peschmerga


Berlin - Eine Woche lang sollen 32 kurdische Soldaten aus dem Nordirak in der Infanterieschule Hammelburg geschult werden, die Ausbildung hat bereits begonnen: Bis zum kommenden Freitag sollen sie den Umgang mit "Milan"-Panzerabwehrraketen erlernen, wie das Bundesverteidigungsministerium am Sonntag mitteilte.

Mit den Waffen will Deutschland die Kurden im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unterstützen. Dazu sollen die kurdischen Kämpfer im Nordirak unter anderem 500 "Milan"-Raketen, 16.000 Gewehre und mehrere Millionen Schuss Munition aus Bundeswehrbeständen bekommen.

Der Bundeswehr zufolge gliedert sich die Ausbildung der Peschmerga in theoretische und praktische Abschnitte, das Training mit der "Milan" nehme dabei den "größten Anteil der Ausbildung" ein. Unter anderem würden der Auf- und Abbau der Waffe sowie "die nötigen Richtübungen mit dem Visier intensiv geübt". Höhepunkt der Ausbildung sei das Schießen auf dem Truppenübungsplatz Hammelburg. Nach ihrer Ausbildung in Deutschland werde es den kurdischen Soldaten später möglich sein, ihre Kameraden im Irak an der "Milan" auszubilden, so die Bundeswehr. Die Waffe ermögliche es den Peschmerga erstmalig, "gegen moderne, gepanzerte Fahrzeuge auf Distanz unter nahezu allen Sichtbedingungen wirken zu können".

Die erste Lieferung aus Deutschland hatte Erbil am Donnerstagabend erreicht, beinahe zeitgleich mit einem Team von Soldaten, das den Kurden vor Ort den Umgang mit den einfacheren Waffen erklären soll. Die sechs Fallschirmjäger und ein Sanitäter trafen mit Verzögerung ein, weil sie wegen einer defekten Transall in Bulgarien auf eine Ersatzmaschine warten mussten.

Im irakischen Erbil traf inzwischen ein weiterer Waffentransport aus Deutschland ein. Nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums landete eine in Leipzig gestartete Antonow-Maschine mit Waffen, Ausrüstung und Fahrzeugen in der Kurdenhauptstadt.

hen/dpa

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insgesamt 21 Beiträge
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Seite 1
y61 28.09.2014
1. normaler zyklus in Waffengeschäft
Heute trainieren sei bei uns, Morgen üben sei das auf uns aus.
vox veritas 28.09.2014
2.
Die 32 Peschmerga sind aber bestimmt nicht mit Bundeswehr-Airlines geflogen. Anscheinend konnten die ihre Ausbildung pünktlich beginnen.
zieloptiker 28.09.2014
3. Auch ukrainische Soldaten zur Ausbildung in Deutschland
Auch eine Form der Kriegsführung ... die Bundeswehr bildet übrigens auch ukrainische Soldaten aus. Wieso wird das so wenig thematisiert? "Derzeit halten sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums 16 ukrainische Soldaten zu Lehrgängen in Deutschland." http://www.rtl.de/cms/news/rtl-aktuell/keine-bundeswehrausruestung-fuer-ukrainische-armee-3c143-51ca-68-1930771.html
creepkay 28.09.2014
4.
Gut das wir auch mal unseren Beitrag leisten umd nicht die Amis alles machen müssen.
ornitologe 28.09.2014
5. Der Irrsinn
hat Methode. Egal, ob Peschmerga oder Ukrainer, diese Regierung entfernt sich immer weiter vom Grundgesetz. Man kann nur ohnmächtig zuschaun. Aber man will nicht...
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