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Kanzlerfrage: Merkel hängt Beck ab

Von einem Kanzler Kurt Beck wollen immer weniger Deutsche etwas wissen. Bei einer direkten Wahl läge der Chef der Sozialdemokraten jetzt schon 42 Prozentpunkte hinter Angela Merkel. Selbst bei SPD-Anhängern ist er unbeliebter als die CDU-Vorsitzende.

Hamburg - Bundeskanzlerin Angela Merkel konnte ihren Vorsprung laut einer Forsa-Umfrage für den "Stern" und RTL in der Kanzlerpräferenz weiter ausbauen. Auf die Frage, wen die Bürger direkt zum Regierungschef wählen würden, entschieden sich 57 Prozent für die CDU-Vorsitzende und nur 15 Prozent für SPD-Chef Kurt Beck. Damit ist der Abstand so groß wie nie zuvor.

Bundeskanzlerin Merkel hat gut lachen: Bei einer direkten Kanzlerwahl würden 57 Prozent für sie stimmen.
DDP

Bundeskanzlerin Merkel hat gut lachen: Bei einer direkten Kanzlerwahl würden 57 Prozent für sie stimmen.

Aus Sicht des SPD-Chefs besonders dramatisch: Auch bei den SPD-Wählern kann Beck laut der Umfrage nicht gegen Merkel punkten. Unter den Anhängern der Sozialdemokraten würden sich nur 28 Prozent für Beck entscheiden, 45 Prozent würden Merkel wählen.

Die Stimmung ist laut der Umfrage nicht nur für die Kanzlerin günstig. Die Unionsparteien CDU/CSU befinden sich insgesamt wieder im Aufwind. Im Vergleich zur Vorwoche legte die Union um einen Punkt zu und liegt jetzt bei 38 Prozent.

Die SPD-Werte hingegen stagnieren bei 26 Prozent. Verluste muss die FDP verzeichnen: Sie fiel um 2 Punkte auf 9 Prozent und schneidet damit schlechter ab, als bei der letzten Bundestagswahl 2005. Damals stimmten 9,8 Prozent der Wähler für die Liberalen.

Leicht dazugewonnen haben die Grünen, ihre Werte stiegen um 1 Punkt auf 10 Prozent. Die Linkspartei hält sich wie in der Woche zuvor bei 12 Prozent. Für "Sonstige Parteien" würden sich 5 Prozent der Wähler entscheiden.

Eine klare Meinung haben die Wähler der SPD zum Umgang mit der Linkspartei: 59 Prozent erklärten in einer weiteren Forsa-Umfrage für den "Stern", die Linke solle nicht ausgegrenzt, sondern durch Gespräche eingebunden werden. Für ein Ignorieren der Linken sind nur 38 Prozent der SPD-Wähler.

anr

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