Ex-SPD-Chef Schulz wählt Merkel

Nach seinem Rücktritt als SPD-Chef hatte sich Martin Schulz nach Würselen zurückgezogen, eine Grippe auskuriert. Am Mittwoch ist der Abgeordnete zurück im Bundestag, die Kanzlerin wählen.

Geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Martin Schulz (SPD)
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Geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Martin Schulz (SPD)


Der frühere SPD-Vorsitzende und Kanzlerkandidat Martin Schulz wird laut Informationen der "Bild am Sonntag" am kommenden Mittwoch als Bundestagsabgeordneter bei der Kanzlerinwahl für seine ehemalige Kontrahentin Angela Merkel (CDU) stimmen.

"Ich werde an der Kanzlerinwahl teilnehmen und mit meiner Partei für eine Regierung stimmen, an deren Zustandekommen ich maßgeblich beteiligt war", sagte Schulz gegenüber der Zeitung. Dass Schulz Merkel nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen und der Zustimmung der SPD-Basis zum Koalitionsvertrag seine Stimme bei der Kanzlerinwahl verweigert hätte, war nicht zu erwarten.

Allerdings hatte der ehemalige SPD-Kanzlerkandidat während des Wahlkampfs und noch kurz nach der Wahl im vorigen Jahr eine Beteiligung an einer Regierung unter Angela Merkel strikt abgelehnt.

Nach seinem Verzicht auf das Außenministerium und seinem Rücktritt als SPD-Vorsitzender hatte Schulz sich krankgemeldet und in seinen Heimatort Würselen zurückgezogen. Dort kurierte er eine verschleppte Grippe aus.

Nach seiner Genesung soll Schulz am Montag nach Berlin zurückkehren, um seine Arbeit als Bundestagsabgeordneter wahrzunehmen.

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insgesamt 47 Beiträge
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PaulchenGB 10.03.2018
1. Hoffentlich scheitert die Kanzlerin(nenwahl) im 1. Wahlgang
das würde Merkel ermöglichen, sich elegant aus der Politik zu verabschieden bevor sie mit Schimpf und Schande aus dem Amt gewählt/gejagt wird und so auch der CDU eine Neuaufstellung und -ausrichtung ermöglicht. Ich bin für Neuwahlen.
K:F 10.03.2018
2. Groko Wahlkampf
So war auch sein Wahlkampf. Bezeichnend war das Fernsehduell. Friede, Freude, Eierkuchen. Also macht Schulz, wofür er auch gekämpft hat. Für Merkel!
mirage122 10.03.2018
3. Kann, muss aber nicht!
Was macht das, wenn er seine Stimme verweigert? Das wäre wenigstens ehrlich!
Wunddermann 10.03.2018
4. was soll so ein Artikel?
was soll so ein Artikel? Einfach noch etwas Nachtreten gegenüber Schulz? Billig.
pit.duerr 10.03.2018
5. Ich hoffe
ja auch, noch auf ein paar aufrechte Sozialdemokraten, die mit NEin stimmen. Aber das Schulz unsere Madame Alternativlos wählt, war so klar wie klare Kloßbrühe. Nach der Umfallerei, so als rückgratloser Sozialdemokrat in den letzten Wochen /Monaten. The Show must und wird wohl go on, gegenüber dem alles zahlenden Normalbürger, die reichere Abteilung nehme ich dbzgl. jetzt mal raus.
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