Mainz - Peer Steinbrück wiegelt ab. FDP-Chef Rösler hatte im Interview mit SPIEGEL ONLINE von ihm eine Erklärung zu seinen Kontakten zu Uli Hoeneß gefordert. Jetzt erklärt der SPD-Kanzlerkandidat, der FC-Bayern-Präsident habe für ihn früher keine besondere Bedeutung als Berater gehabt.
"Ich habe, seit ich Ministerpräsident bin, einen Beraterkreis", sagte der heutige SPD-Kanzlerkandidat am Freitag während seiner Länderreise in der rheinland-pfälzischen Hauptstadt Mainz. Einer der Berater sei Hoeneß gewesen: "Herr Hoeneß ist in diesen zehn Jahren einmal gekommen." Er sehe keinen Grund, sich dafür rechtfertigen zu müssen. "Die Vorstellung, daran sei irgendetwas Merkwürdiges (...) halte ich für völlig hergeholt."
Zu dem Kreis, der alle drei bis vier Monate eingeladen werde, gehörten Vertreter aus Kirche, Wissenschaft, Sport und Kultur. "Das werde ich fortsetzen, wann immer ich kann."
Steinbrück sieht das Problem der Steuerhinterziehung nicht vor allem bei Hoeneß, der wegen seines Kontos in der Schweiz und seiner Selbstanzeige in die Kritik geraten war. Gegen den Bayern-Präsidenten lag ein Haftbefehl vor, der außer Vollzug gesetzt wurde. Steinbrück sagte: "Uli Hoeneß ist, wenn man so will, eine Art Katalysator." Die ehrlichen Steuerzahler merkten, dass bei diesem Thema etwas aus dem Ruder gerate: "Fairness, Anstand, Maß und Mitte".
bos/dpa
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Deutschland | RSS |
| alles zum Thema Uli Hoeneß | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH