Ex-Minister Guttenberg schließt Comeback aus

"Ich habe ein wunderbares Tätigkeitsfeld gefunden": Ex-Minister Karl-Theodor zu Guttenberg will nach Informationen des SPIEGEL in den USA bleiben und nicht in die deutsche Politik zurückkehren. Dabei wünschen sich viele Deutsche seine Rückkehr.

DPA

Der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat keine Pläne für eine Rückkehr in die deutsche Politik. "Ich habe ein wunderbares internationales Tätigkeitsfeld gefunden", sagte Guttenberg dem SPIEGEL. Der CSU-Mann lebt heute in Connecticut und hat 2013 in New York die Firma Spitzberg Partners gegründet, er arbeitet als Investor und Berater von Internetfirmen. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Vier Jahre nachdem er wegen der Affäre um seine abgekupferte Doktorarbeit zurücktreten musste, wünschen sich noch immer viele Deutsche seine Rückkehr in die Politik. Nach einer Umfrage, die der SPIEGEL bei der TNS Forschung in Auftrag gegeben hat, befürworten 38 Prozent der Befragten eine aktivere Rolle Guttenbergs in der deutschen Politik.

Unter Unionswählern sprechen sich 53 Prozent dafür aus. Die höchsten Zustimmungswerte erhält Guttenberg bei den Anhängern der AfD, von denen sich 61 Prozent eine aktivere Rolle Guttenbergs wünschen.

Guttenberg war nach seinem Rücktritt als Verteidigungsminister im Jahr 2011 zunächst Berater für Internetfragen der damaligen EU-Digitalkommissarin Neelie Kroes geworden. Gerüchte um ein mögliches Comeback des CSU-Politikers hatte es seitdem immer wieder gegeben - zuletzt im Februar: Weil er ein Treffen für junge Christsoziale organisiert hatte, hofften einige CSU-Politiker auf die Rückkehr des einstigen Polit-Stars in die Bundespolitik.

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insgesamt 394 Beiträge
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Seite 1
mathias_roeder 11.04.2015
1. Der Rest?
"Guttenberg schließt Comeback aus" der Rest der deutschen Wähler wohl auch.
Der Achtsame 11.04.2015
2. Ich finde es schon sehr verwunderlich,
dass ausgerechnet der Spiegel eine Umfrage in Auftrag gibt, um zu erfahren, wie viele Deutsche die Rückkehr zu Gutenbergs wünschen. Es gibt sicherlich ambitionierte Politikerinnen und Politiker mit einer besseren Reputation als Sie ein Herr von und Zu Gutenberg hat. Das ist zumindest meine private Meinung. Machen Sie diese jungen aufrechten geradlinigen Politikerinnen und Politiker den Menschen bekannt, dann wird sich keiner mehr die Rückkehr eines zu Gutenberg wünschen. Lug und Trug und Betrug gibt es in unserer Welt genug. Wir brauchen Menschen, die sich aufrecht für das Gemeinwesen einsetzen....immer schon..aber heute mehr denn je....
Ernst August, der Dritte 11.04.2015
3. Echter Berater
Keine Ahnung vom Thema aber die Leute "beraten" wollen. Schaut euch mal http://spitzberg-partners.com an da hauts euch aus den Schuhen.
FilmCity 11.04.2015
4. Gut so
Ein gute Entscheidung in den USA zu bleiben. In der Politik haben wir bereits genug Blender.
ratxi 11.04.2015
5.
Er wäre doch dumm, hierher zurückzukehren, wo er nur immer wieder von Neuem zerrissen würde. Ein eigenes Unternehmen in einem fast neidlosen Land, noch dazu mit einer gepflegten Pension aus dem Heimatland...was sollte ihn denn zurückbewegen? Das schmierige Geklüngel in der CSU ja wohl eher nicht. Er hat Fehler gemacht, natürlich. Aber die USA bietet ihm die Chance, nach vorne zu schauen, ohne sich ständig mit diesen Altlasten herumschlagen zu müssen.
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