Klaus Harpprecht Ex-Regierungsberater spricht über Liebesleben der Kanzler

Affären und Eifersucht in Bonn: Im SPIEGEL-Gespräch berichtet der Publizist und frühere Regierungsberater Klaus Harpprecht über Helmut Schmidts Freundin - und über dessen schwieriges Verhältnis zu Willy Brandt.

bpk / Hanns Hubmann

Hamburg - Der Journalist Klaus Harpprecht, 87, gibt in einem SPIEGEL-Gespräch Auskunft über die Politik - und Liebesaffären der alten Bundesrepublik. Kanzler Helmut Schmidt habe jahrelang eine Geliebte in Hamburg gehabt, "er hat die Freundin dann abgelegt, als er Kanzler wurde, weil er meinte, er könne sich das Verhältnis nicht mehr leisten. Diese Frau ist daran fast zerbrochen". (Lesen Sie das ganze Gespräch hier im neuen SPIEGEL).

Nichtsdestotrotz habe Schmidt seinem Amtsvorgänger Willy Brandt Vorwürfe wegen dessen Liebesgeschichten gemacht: "Der Esel hat sich gegenüber Brandt immer schrecklich moralisierend aufgeführt." Ohnehin sei das Verhältnis der beiden SPD-Leute zueinander schlecht gewesen: "Schmidt konnte seine Eifersucht auf Brandt nicht bezähmen und redete ihn fast triebhaft schlecht."

Ende November 2014 sind im S. Fischer Verlag Harpprechts Memoiren "Schräges Licht" erschienen.



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 58 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Barath 30.11.2014
1.
Der dritte Artikel über negative Schmidt-Enthüllungen in so kurzer Zeit... Ich habe nie soviel von ihm gehalten, aber irgendwie wirkt es, als würde man sich auf ihn einschießen. Wie kommts? weil er bei vielen immer noch so hohes Ansehen genießt und zugleich unangenehme Thesen vertritt?
logabjörk 30.11.2014
2. so viel Werbung für ein Buch
zu viel. Das kauft keiner. Hoffentlich.
olivervöl 30.11.2014
3. Bitte nicht
Das Liebesleben der Ex-Kanzler, etwas Langweiligeres kann ich mir kaum vorstellen
brotherandrew 30.11.2014
4. Na ja ...
Zitat von BarathDer dritte Artikel über negative Schmidt-Enthüllungen in so kurzer Zeit... Ich habe nie soviel von ihm gehalten, aber irgendwie wirkt es, als würde man sich auf ihn einschießen. Wie kommts? weil er bei vielen immer noch so hohes Ansehen genießt und zugleich unangenehme Thesen vertritt?
... mir sind die ollen Kamellen relativ egal. Aber Schmidt wurde in den letzten Jahren unangemessen glorifiziert. Wenn er tatsächlich seine Frau jahrelang betrogen hat, spricht das nicht für seinen Charakter.
gas-gerd 30.11.2014
5. Kurz vor der Heiligsprechung
..... mich überfällt immer ein Ekel wie manche Politiker im Alter dramatisch merken was sie in ihrer aktiven Zeit alles verbockt haben. Je näher der letzte Atemzug rückt umso konträrer wird dann die aktuelle Position. Vom Saulus zum Paulus .... HS die Urmatrix des Arbeiter-Verräters war nun schon als Heiliger oder zumindest als Orakel im Gespräch. Jetzt beweist sich zum Glück, dass er auch nur ein gewöhnlich sterblicher ist!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.