Von Sebastian Fischer und Veit Medick
Seit Wochen schwelt in der schwarz-gelben Bundesregierung zudem ein Konflikt um das Betreuungsgeld - eine Erfindung, die Merkel sich einst von Stoiber hat aufdrücken lassen. Ab 2013 sollen alle Eltern, die unter Dreijährige nicht in eine Kita geben, monatlich 150 Euro bekommen - so steht es im Koalitionsvertrag.
Doch das Vorhaben produziert praktisch nur schlechte Schlagzeilen. Da ist zum einen der Streit darüber, ob das Geld bar oder als Gutschein ausgezahlt werden soll. Zum anderen ist da die schäumende Opposition, die in der "Herdprämie" einen Rückfall in vormoderne Zeiten wittert. Und dann sind da auch noch Studien, die Schwarz-Gelb vorrechnen, mit der Zulage knapp zwei Millionen Euro zu verschleudern, da Mütter in Deutschland ihre Kleinkinder sowieso lieber daheim betreuen würden.
Kunduz, Seehofer, Steinbach und Betreuungsgeld - die Verbindung von echten Problemen und wahren Petitessen sind eine Hypothek für die Kanzlerin. Umso nötiger sind Erfolge in Kopenhagen und im Bundesrat.
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